Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Warum das Einrichtungshaus Schulte aus Olfen schließt

Aus für Eichenmöbel-Schulte

Dieser Schritt fällt Barbara und Alfons Schulte schwer: Nach 35 Jahren schließen sie ihr weit über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Möbelgeschäft in der Rudolf-Diesel-Straße. Eine Alternative hatten die Eheleute nicht.

Olfen

, 16.03.2018
Warum das Einrichtungshaus Schulte aus Olfen schließt

Barbara und Alfons Schulte schließen nach 35 Jahren ihre Wohnmanufaktur aus gesundheitlichen Gründen

Lange haben die Schultes mit sich gekämpft. Haben viel gesprochen und überlegt. Am Ende sind sie der ärztlichen Empfehlung gefolgt. Die Weichen für eine Zukunft ohne Einrichtungshaus sind gestellt. Ein Verlust für Olfen, ein Verlust für die Region. Möbel von Schulte waren und sind „nie von der Stange“ – bei der Wohnmaufaktur handelt es sich um ein Spezialeinrichtungshaus, wie es sie nur noch ganz selten gibt. Wer zu Schulte geht, sucht keine Standardmodelle, aber immer vollmassive Möbel. Wo andere Häuser bei der Frage nach Sonderanfertigungen vielleicht etwas unruhig werden, hat Tischlermeister Alfons Schulte schnell eine Lösung parat.

Um sich neu einzurichten, haben viele lange Fahrten auf sich genommen. „Die Kunden kommen aus einem Umkreis von rund 150 Kilometern“, sagt Alfons Schulte. Auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt 1800 Quadratmetern finden sie neben verschiedensten Möbeln auch vielfältiges Deko-Angebot. Das war natürlich nicht immer so.

Barbara Schulte hat zunächst eine Banklehre absolviert. Alfons Schulte ist die ersten beruflichen Schritte bei Vedder in Lüdinghausen gegangen. Als sein Vater, der ein kleines Möbelgeschäft in der Innenstadt hatte, eine Halle im Rohbau im Gewerbegebiet gekauft hatte, war der weitere Weg vorgezeichnet. 1983 eröffnet er das Geschäft im Gewerbegebiet, das Barbara und Alfons Schulte mit ihrer Hochzeit 1983 übernehmen. Stück für Stück bauen sie den Betrieb aus.

Gesundheit hat Vorrang

1991 vergrößern Barbara und Alfons Schulte die Schreinerei, 1994 entsteht eine neue Ausstellungsebene und nur zwei Jahre später können die Eheleute einen weiteren Gebäudetrakt eröffnen. 2013 gestalten sie die Front und Außenanlage neu und renovieren die Ausstellung. „Mit schwerem Herzen“ endet in diesem Jahr die Geschichte des Hauses. Doch die Gesundheit von Alfons Schulte muss Vorrang haben.

Wann der letzte Verkaufstag ist und was aus dem Gebäudekomplex wird, können die Eheleute noch nicht sagen. „Wir denken in verschiedene Richtungen“, sagt Barbara Schulte. Bestellungen seien aber weiterhin möglich. Aktuell gibt es in allen Abteilungen des Hauses Rabatte. Und wenn wirklich der letzte Tag des Unternehmens gekommen ist, sind keine Mitarbeiter von dem Firmenende betroffen. Es gibt keine weiteren Beschäftigten mehr. Eine Aufgabe wird Barbara Schulte zumindest in diesem Jahr weiter übernehmen. Zumindest bis zur Wahl 2019 bleibt sie Vorsitzende des Werberings Treffpunkt Olfen.

Lesen Sie jetzt