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Oliver Reese bleibt Frankfurt treu

Frankfurt/Main (dpa) Oliver Reese bleibt bis 2019 Intendant am Schauspiel Frankfurt. Der Magistrat der Stadt verlängerte am Freitag den Vertrag des 48-Jährigen um fünf Jahre.

Oliver Reese bleibt Frankfurt treu

Oliver Reese hat seinen Vertrag verlängert. Foto: Arne Dedert

Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) begrüßte es, dass Reese der Stadt erhalten bleibe. Seit seinem Amtsantritt 2009 habe sich das Schauspiel zu einer der bundesweit ersten Adressen in der Theaterlandschaft entwickelt. Reese selbst sieht die Verlängerung als «Aufforderung, das Theater immer wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen».

Reese war 2009/10 als Nachfolger von Elisabeth Schweeger vom Deutschen Theater Berlin nach Frankfurt gewechselt. Er brachte namhafte Regisseure wie Michael Thalheimer mit. Im Vergleich zum Ende der Schweeger-Ära zählt das Haus nach eigenen Angaben heute rund 40 Prozent mehr Zuschauer. In der aktuellen Spielzeit lag die Auslastung bei 84,2 Prozent, die Zahl der Abonnenten wurde verdoppelt. Ob Reese verlängert, war zuletzt offen. In Frankfurt gibt es Streit um die Mehrkosten, die sich aus dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst ergeben.

Reese, Jahrgang 1964, begann seine Laufbahn als Dramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel, 1991 ging er als Chefdramaturg nach Ulm. Ab 1994 war er Chefdramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin, ab 2001 Stellvertretender Intendant am dortigen Deutschen Theater, wo er unter anderem mit Hans Neuenfels, Robert Wilson und Michael Thalheimer arbeitete.

Als Autor ist Reese Spezialist für Roman-Dramatisierungen («Berlin Alexanderplatz», «Lolita») und biografische Stücke («Bartsch, Kindermörder», «Emmy Göring an der Seite ihres Mannes»). Zuletzt schrieb und inszenierte er ein Stück über den Maler Francis Bacon, das im Frankfurter Städel-Museum uraufgeführt wurde.

Schauspiel Frankfurt

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