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Olympia-Silbergewinner dominieren DEL-Playoffs

München/Berlin. Das Eishockey-Olympia-Wunderteam steht auch in den DEL-Playoffs wieder im Fokus. Die Silber-Medaillengewinner ragen bislang in den Partien um die Meisterschaft heraus. Von Donnerstag an spielen 19 der 25 Pyeongchang-Starter den Meister aus.

Olympia-Silbergewinner dominieren DEL-Playoffs

Will die Olympiaeuphorie mit in die DEL-Playoffs nehmen: München-Stürmer Frank Mauer. Foto: Daniel Karmann

Olympia-Silber wirkt nach. Dank eines nicht enden wollenden Euphorieschubs dominieren die Sensationszweiten von Pyeongchang auch die Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga.

Vor den am Donnerstag startenden Halbfinalserien EHC Red Bull München gegen Adler Mannheim und Eisbären Berlin gegen die Nürnberg Ice Tigers stehen die Nationalspieler wieder im Fokus. 19 der 25 deutschen Eishockey-Olympioniken sind dann dabei.

„Man merkt, was uns das für einen Schwung gegeben hat. So etwas beflügelt einfach. Das macht so viel aus“, sagte Münchens Stürmer Frank Mauer der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Winterspielen in Südkorea schoss Mauer das Zaubertor zum 3:0 durch die eigenen Beine beim wundersamen 4:3 im Halbfinal-Jahrhundertspiel gegen Kanada. In den Playoffs der DEL überragt der 29-Jährige als bester Torschütze der Liga nun wieder.

Alleine sieben EHC-Spieler waren als Silbermedaillen-Gewinner am größten Coup des deutschen Eishockeys beteiligt. Titelverteidiger München ist erneut der große Meisterfavorit. „Olympia ist vorbei, aber das sind die Playoffs. Wir wollen Meister werden“, sagte Mauer.

Von Donnerstag an dürfte es für den EHC jedoch knifflig werden. Nach einer lange verkorksten Saison sind die als Mitfavorit gestarteten Mannheimer erstarkt. Großen Anteil daran haben vor allem auch die Nationalspieler, davon sechs Olympioniken, die ihr Team in den Playoffs mitreißen. „Es gibt dir einfach ein Supergefühl, zu wissen, was du geschafft hast. Die Erfahrungen, die wir in Pyeongchang gemacht haben, helfen uns jetzt“, sagte Nationalmannschaftskapitän und Adler-Stürmer Marcel Goc.

Dessen Nationalmannschaftskollege Matthias Plachta meinte: „Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Es ist ein schönes Gefühl und gibt ein bisschen einen Extraschub für die Playoffs.“

Seine ganz eigene Motivation brachte Torhüter Dennis Endras aus Südkorea mit. Eine Medaille bekam der 32-Jährige zwar, zum Einsatz kam der Adler-Keeper in Pyeongchang aber nicht. In den Playoffs ist der zum besten Spieler der WM 2010 gewählte Endras bislang der überragende Keeper und will es nun auch Bundestrainer Marco Sturm bei der WM im Mai zeigen. „Ich habe immer Bock auf Eishockey. Es ist eine Ehre, für die Nationalmannschaft zu spielen. Ich würde ohne Zweifel zur WM fahren“, sagte Endras.

In der Serie Berlin gegen Nürnberg stehen sich immerhin noch je drei Olympia-Fahrer gegenüber. „Die drei erfüllen wichtige Positionen in unserer Mannschaft, sie sind Leistungsträger“, sagte Eisbären-Coach Uwe Krupp über Marcel Noebels, Jonas Müller und Frank Hördler. Mit sieben Scorerpunkten ist Noebels zusammen mit Mauer und Nürnbergs Leo Pföderl bislang erfolgreichster Deutscher in den Playoffs.

„Ich persönlich habe sehr viel Selbstvertrauen mitgenommen, das ich auch auf dem Eis spüre. Mir gelingen auch Sachen, die einem zu anderen Zeiten nicht gelingen“, sagte Noebels. Krupp kann den Effekt gut nachvollziehen: „Diese Erfahrung ist positiv, da kannst du schon einen Haken dahinter machen, dass du als Spieler etwas Besonderes geschafft hast.“

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