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Nach heftigem Streit

Olympiastützpunkt Westfalen droht das Aus

DORTMUND Der Olympiastützpunkt Westfalen ist ein Aushängeschild der Sportstadt Dortmund. Doch jetzt droht ihm das Aus. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) plant eine Neuordnung der Olympiastützpunkte in NRW ohne Dortmund. Hintergrund ist seit längerer Zeit ein heftiger Streit.

Olympiastützpunkt Westfalen droht das Aus

An der Strobelallee hat der Olympiastützpunkt Westfalen seinen Sitz. Geht es nach dem Deutschen Olympischen Sportbund, würde er ab 2016 aufgelöst.

Während die beiden anderen Olympiastützpunkte in NRW, Rheinland in Köln und Rhein-Ruhr in Essen, über Trägervereine organisiert sind, ist der Olympiastützpunkt Westfalen (OSP) eine Tochtergesellschaft der Stadt. Und die ist beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Ungnade gefallen.

„Der OSP Westfalen hat in der Praxis gezeigt, dass er kein verlässlicher Partner für eine weitere Zusammenarbeit ist. Er hat seine rechtliche Stellung genutzt, Entscheidungen unabhängig vom Willen des DOSB und der Zuwendungsgeber zu treffen“, heißt es in einem Bericht des NRW-Sportministeriums für den Sportausschuss des Landtags zur geplanten Neustrukturierung.

Wirtschaftliche Risiken?

Die sieht als eine Variante die Gründung einer neuen Trägergesellschaft für alle drei Stützpunkte vor. Dortmund steht der Konstruktion bislang skeptisch gegenüber, weil sie personalrechtliche Fragen aufwirft und möglicherweise auch Mehrkosten von 1,8 Millionen Euro für die Stadt bescheren könnte. „Unsere Fragen zu den wirtschaftlichen Risiken für die Stadt sind aber nie beantwortet worden“, stellt Bernd Kruse als Geschäftsführer der Olympiastützpunkt Westfalen gGmbH fest.

Jetzt will der DOSB die Zukunft ganz ohne die Westfalen planen. Man habe, heißt es im Bericht des Ministeriums, „in Abstimmung mit den Zuwendungsgebern entschieden, den Prozess zur Schaffung eines gemeinsamen Trägers der Olympiastützpunkte in NRW mit den OSP’s Rheinland und Rhein-Ruhr allein fortzusetzen.“

Personelle Querelen 

Hinter den Vorwürfen an die Stadt stehen nach Informationen unserer Zeitung personelle Querelen mit dem DOSB um die Besetzung der Leitungsstelle für den Stützpunkt. Von der harschen Reaktion zeigt sich Kruse dennoch überrascht. „Wir weisen den Vorwurf, kein verlässlicher Partner zu sein, entschieden zurück“, erklärte er auf Anfrage.

„Wir verstehen uns als Dienstleister für den Spitzensport. Und da machen die Kollegen einen Spitzenjob, wie auch die Sportverbände bestätigen.“ Westfalen sei bei Olympia und anderen Sport-Großereignissen einer der erfolgreichsten der 19 deutschen Stützpunkte.

DORTMUND Dortmund soll olympisch werden: Dr. Urban Cleve und Michael Krause waren selbst Teilnehmer bei Olympia, jetzt wollen sie die Spiele in die Metropole Ruhr bringen – unter der Federführung von Dortmund. Dafür suchen sie noch einige Mitstreiter.mehr...

 

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