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Projekt "Zanzo"

Online-Portal soll Migranten über Sexualität aufklären

KÖLN Sex ist ein sensibles Thema und mancherorts sogar tabu. Viele Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wurden laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nicht aufgeklärt. Ein neues Online-Portal soll Orientierung geben. Dabei geht es auch um rechtliche Fragen.

Online-Portal soll Migranten über Sexualität aufklären

Viele Migranten haben Nachholbedarf bei der sexuellen Aufklärung.

Warum man sich trotz einer Beziehung in eine andere Person verliebt, wer bei sexueller Belästigung helfen kann oder wie wichtig Beckenbodenmuskeln für guten Sex sind: Mit Antworten auf solche Fragen richtet sich "zanzo.de" vor allem an Flüchtlinge. Aber auch auf Deutsch klärt die Homepage über Körper und Sexualität auf - in insgesamt 13 Sprachen, Wort und Bild.

Keine Sexualkunde

„Zanzu“ ist ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Der Hintergrund: In vielen Ländern wird Sexualkunde nicht unterrichtet - oder Sex ist gar ein Tabu-Thema. „Vor allem zu uns geflüchtete Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich“, sagt Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Nutzer sollen auf „Zanzu“ nicht nur erfahren, welche Infektionen beim Sex übertragen werden können oder wie eine Familie geplant wird. Sie können sich auch informieren, welche Rechte und Gesetze in Deutschland gelten, wie das Gesundheitssystem funktioniert und wo es Beratungsstellen gibt.

Sechs Oberthemen

Gegliedert ist das Portal in sechs Oberthemen: Körper, Familienplanung und Schwangerschaft, Infektionen, Sexualität, Beziehungen und Gefühle, Rechte und Gesetze. Kleine Bildchen illustrieren die Themenbereiche, Zeichnungen erklären aber auch zum Beispiel die sichtbaren Sexualorgane der Frau. Arabisch, Russisch oder Türkisch gehören zu den verfügbaren Sprachen. Und wer nicht lesen kann, kann sich die Inhalte durch einen Klick vorlesen lassen. Demnächst soll es Informationen auch in Gebärdensprache geben. Wie das Portal ankommt, kann der BZgA zufolge noch nicht beantwortet werden. 

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