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Opel-Beschäftigte sollen am Gewinn beteiligt werden

Rainer Einenkel

Der Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel zweifelt daran, dass sich der geplante Stellenabbau im Bochumer Opelwerk bis 2011 nur über den Wechsel Freiwilliger in eine Transfergesellschaft realisieren lässt.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 26.08.2010
Opel-Beschäftigte sollen am Gewinn beteiligt werden

Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.

In einem Gespräch mit den Ruhr Nachrichten sagte er außerdem, dass die Mitarbeiter des Autobauers Opel ab 2014 wieder am Gewinn des Unternehmens beteiligt werden sollen. „Der Vertrag dazu ist weitgehend in trockenen Tüchern“, sagte Rainer Einenkel, der Chef des Bochumer Betriebsrates, gestern im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.   Demnach sollen die Beschäftigten in Europa ab 2014 3,75 Prozent des Vorsteuergewinns erhalten. Ab 2015 sollen es 7,5 Prozent sein. Laut Einenkel fehlt in dieser Sache nur noch die Unterschrift von Seiten des Opel-Mutterkonzerns General Motors. Dabei handele es sich aber um eine Formalie. Einenkel äußerte sich auch zum geplanten Stellenabbau im Bochumer Werk – bis Ende 2011 sollen hier 1800 Mitarbeiter gehen. Dass sich diese Zahl über den Wechsel Freiwilliger in eine Transfergesellschaft erreichen lässt, hält er für illusorisch. Dafür seien die angebotenen Abfindungen zu niedrig und die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu schwierig.

Der Betriebsrat setzt darauf, das Unternehmen davon überzeugen zu können, weniger Stellen abzubauen. Möglich sei das aus seiner Sicht etwa durch drastische Arbeitszeitverkürzungen (30-Stunden-Woche), das Ansiedeln von Zulieferbetrieben in Werksnähe, das Zurückholen ausgelagerter Arbeiten und die Produktion von Elektroautos im Werk. Indirekt schloss Einenkel in dem Gespräch auch Arbeitskämpfe nicht aus, falls die Bochumer Opelaner das Gefühl hätten, ihr Werk sei in Gefahr. „Wenn Verhandlungen keinen Erfolg haben, muss eine Belegschaft auch mal andere Wege beschreiten“, sagte der Betriebsratschef.