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Opel-Standort wird gestärkt

BOCHUM Hatten die hiesigen Opel-Werke 2004 noch mit der Schließung zu kämpfen, gab es am Samstag Lob von ganz oben. GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster kam zur Bochumer Betriebsversammlung.

von von Sebastian Ritscher

, 02.12.2007
Opel-Standort wird gestärkt

Seite an Seite: Einenkel und Forster.

Vom guten Team-Zusammenhalt war nach der Betriebsversammlung ebenso die Rede wie von einer Stärkung des Standortes. Sehr aktiv wolle Forster bei Opel mithelfen und das "kleine Pflänzchen", das durch die Auslagerung des Werkzeugbaus und der damit einhergehenden Stärkung des Personalstammes entstand, zum Gedeihen bringen.

Forster steht keinesfalls alleine. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz stößt ins gleiche Horn. Sehr stark stünde Opel in der Wirtschaftförderung, beteuerte sie. Lob gab es auch. "Ich finde es gut, dass die Qualität des Werkes über die Region hinaus strahlt." Die gelobte Qualität soll genutzt werden. So sucht Scholz nach Ideen, Opel als Anker zu nutzen und weitere Betriebe anzusiedeln.

Trügerische Sicherheit

Natürlich vergaß die OB nicht die Probleme, denen der Bochumer Standort gegenüber stand, hatte aber die passende Phrase parat. "Was heißt Sicherheit in unserer heutigen Zeit?" Dass diese manchmal trügerisch ist, weiß sie wohl und beteuerte: "Wir werden uns als Stadt engagieren, den Standort zu stärken."

Forster kommt die Unterstützung recht, will er doch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und Forschungsinstituten und somit die Vernetzung zur Region stärken. Der Kontakt müsse wieder hergestellt werden, so die europäische Opel-Spitze. Das ist auch nötig. "Vielleicht ist uns nur nicht bekannt, was die Region alles zu bieten hat", warf Forster seinen Blick in das Ruhrgebiet.

Dabei hat der Bochumer Standort bereits einiges zu bieten. 2010/2011 steht der Modellwechsel an, der die Produktion von Zafira und Astra mit sich bringt. Auch wenn zwei Modelle hier gebaut werden, vor Stellenabbau sind die Werke nicht gefeit. Schließlich sei der Druck von Außen groß, wie Forster erklärte. Man müsse sich der Lage des Marktes und dem Bedarf anpassen. Trotz der Beendigung des Personalabbaus im Zuge des Zukunftsvertrages würde es auch künftig Wege geben, "das Werk zu guten Konditionen zu verlassen".

Nicht absolute Spitze

Obgleich Forster Kürzungen im Auge hat: "Das Werk hat sich seine Zukunft gesichert." Schlanker könne es sich zeigen und absolute Spitze sei es auch nicht. Doch Verbesserungen haben sich gezeigt und mit Teamarbeit sind noch mehr möglich. Er zieht auch mit dem Betriebsrat an einem Strang. "Ich sitze gerne neben Herrn Einenkel, wir haben alle die gleichen Ziele."