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Opel bittet um Staatsbürgschaft

BOCHUM Autobauer Opel ruft den Staat zu Hilfe. Nach Produktionsstopps und einem Bittbrief an die Kanzlerin folgte am Freitag ein offizielles Gesuch um eine Staatsbürgschaft.

Opel bittet um Staatsbürgschaft

Wie geht's weiter? Opel ruft den Staat zu Hilfe.

Das Management der Adam Opel GmbH habe sich an die Bundesregierung und die Bundesländer, in denen Opel Werke hat, mit der Bitte nach einer Bürgschaft gewandt, sagte Opel-Chef Hans Demant. Opel hat Werke in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Hessen.     Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Regierungskreisen überlegt die CDU-geführte hessische Landesregierung bereits, eine Bürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro zu übernehmen. Die Bürgschaft würde dann notwendig, wenn sich die wirtschaftliche Situation der Opel-Mutter General Motors (GM) verschärft, die vorübergehend auch Auswirkungen auf wesentliche Geschäftsbereiche, wie Produktprogramme und Produktentwicklung der Adam Opel-GmbH haben könnte, sagte Demant.

Demant bedankte sich ausdrücklich für die Bereitschaft der Politik, umgehend eine derartige Unterstützung in Erwägung zu ziehen. Die eventuell benötigten Mittel und Bürgschaften würden dafür eingesetzt, die Produktentwicklungs- und Werkzeuginvestitionen in den deutschen Werken zu unterhalten und würden keinesfalls außerhalb Europas genutzt werden, sagte er. Die Bedingungen für diese Mittel würden mit den Experten der Bundesregierung und der betroffenen Landesregierungen ausgehandelt werden, ergänzte Demant. 

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht eine Staatsbürgschaft als entscheidend an für das Überleben von Opel. „Ohne die Bürgschaft geht Opel in Konkurs“, sagte er. Dann gäben die Banken kein Geld mehr und Opel könne seine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen. „Dann stehen bei Opel die Bänder endgültig still“, fügte er hinzu. Ohne eine Bürgschaft prophezeit Dudenhöffer eine fatale Kettenreaktion: „Dann werden die Zulieferer nicht mehr liefern, die Händler bekommen keine neuen Autos mehr und brechen zusammen. Damit wird es zu einem Massensterben in der Autoindustrie kommen.“ Das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium will die Bitte des Autobauers Opel um eine Staatsbürgschaft nicht kommentieren. „Zu Bürgschaften äußern wir uns grundsätzlich nicht“, sagte ein Ministeriumssprecher.

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