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Ostberliner Kult-Café Sibylle droht die Schließung

Berlin. 1953 eröffnet, musste das Lokal nach der Wende zunächst schließen, konnte aber nach der Jahrtausendwende weiter betrieben werden.

Ostberliner Kult-Café Sibylle droht die Schließung

Das Ostberliner Traditions-Café Sibylle droht das Aus. Foto: Britta Pedersen

Noch flackert die altmodische Leuchtschrift am Café Sibylle auf der Berliner Karl-Marx-Allee.

Doch bald könnte damit Schluss sein: Der Geschäftsführer des 1953 eröffneten Ost-Berliner Lokals, Uwe Radack, kann seinen Untermietvertrag nicht verlängern. Ende März läuft dieser aus, seinen sieben Mitarbeitern hat er bereits gekündigt.

Besucher können im Kult-Café ein bisschen DDR-Alltag erleben. Zum Beispiel bei einem Stück „Kalter Hund“. Die Einrichtung ist einfach, dunkel und rustikal. An der Wand sind teilweise noch Zeichnungen aus den 50er Jahren zu sehen.

Nach der Wende musste das Lokal zunächst schließen - konnte aber nach der Jahrtausendwende wiedereröffnen. Seitdem wird dort auch eine Geschichts-Ausstellung gezeigt. „Aus Sicht der Denkmalpflege gibt es nur noch wenige Orte in der Karl-Marx-Allee, die authentisch an die DDR erinnern“, sagt Radack. „Das Café Sibylle ist eines davon.“

Noch gibt es Hoffnung: Die Hausverwaltung Predac Immobilien Management kann sich vorstellen, einen Mietvertrag direkt mit Radack abzuschließen. Auch im Netz regt sich Widerstand gegen die drohende Schließung. Mittlerweile haben rund 1500 Menschen eine Online-Petition für den Erhalt des Cafés unterschrieben.

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