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Ostermann: Ein Blick in das modernste Distributionszentrum Europas

WITTEN Wer am Sommersprossen-Programm des Stadtmarketings mitmacht, wird richtig schlau. Spätestens nach Abfolge aller 46 Einzelveranstaltungen (für jeden Ferientag gibt´s eine), sind die Teilnehmer fit für jedes Rate-Quiz. Und wer bei der Sommersprossen-Tour am Montag dabei war, der ist jetzt bestückt mit dem Herrschaftswissen aller Möbelhaus-Logistiker.

von Von Lisa Timm

, 05.08.2008

Denn die Sommersprossen durften hinter die Kulissen von Ostermann in Annen schauen und sahen eines der modernsten Distributionszentren Europas. Spätestens seitdem wissen die rund 20 Tour-Teilnehmer was eine „Corlette“ ist. Dies lässt sie durchaus geeignet erscheinen für die 16 000-Euro-Frage bei Günter Jauch...?

Doch Scherz beiseite. Im Möbellager an der Brauckstraße läuft eine Lager-Verwaltung ab, wie sie vorbildlicher und effektiver kaum möglich ist. Warum das so gut klappt bei Ostermann, das erklärte der Leiter der Logistik, Oliver Moll. Eine entscheidende Rolle dafür kommt eben jenen „Corletten“ zu. Mit ihnen kann ohne feste Montage ein Regalsystem gestapelt werden und jeder Lagerraum in voller Höhe ausgenutzt werden.

Zudem erleichtert die Kennung der „Corletten“ das Zuordnen und Wiederfinden der Waren. Besonders beeindruckend wird´s dann im vollautomatischen Hochregallager. Das imponiert allein schon durch seine Dimensionen: 65 Meter lang, 40 Meter breit und 38 Meter Innenhöhe weist der weithin sichtbare Lagerklotz auf, wie Oliver Moll erklärt. Innendrin bestimmen Bits und Bites, was mit den Corletten passiert. Und zwar ganz nach einer „chaotischen Lagerhaltung“, die es wirklich gibt.

Sie geht nämlich nach dem Prinzip vor, die eingelagerten Güter nicht nach einem festen inneren Ordnungssystem abzulegen, sondern so, dass sie genauso schnell wie sie reingelegt auch wieder rausgenommen werden können. Außerdem ermöglicht die „chaotische Lagerhaltung“ die optimalste Ausnutzung der Lagerfläche und minimalste Wege. Um bei dieser willkürlichen Zuordnung von Lagerplätzen nicht die Übersicht zu verlieren, müssen die Standorte der einzelnen Güter natürlich irgendwo aufgelistet werden. Dass macht natürlich College Computer. Was der allerdings noch nicht übernimmt, das ist die morgendliche Aussendung der Fahrer-Flotte. 150 bis 180 Fahrer kommen täglich zur morgendlichen Waren-Übergabe.

Sie erfreuen täglich auf rund 80 ausgearbeiteten Touren, die natürlich auch ebenfalls logistisches Fingerspitzengefühl erfordern, etwa 400 Kunden. Das sind hochgerechnet 2500 Kunden pro Woche. Im ganzen Ruhrgebiet und auf Wunsch in die ganze Welt. „Warum man doch schon mal länger auf bestelltes Inventar warten muss, das war dann nach der Besichtigung auch Ex-Zwiebelkönigin Helga Flick klar. „Das kann man auch erst verstehen, wenn man mal so richtig einen Blick hinter die Kulissen werfen durfte“, freut sie sich. Und auch darauf, dass sie schon so viel Insider-Wissen aus vorhergehenden Sommersprossen-Touren wie Demag, Edelstahlwerke, Müllverbrennung und Neandertal schöpfen durfte. Das wiederum macht sie geradezu prädestiniert für Günter Jauch. Na, wie wär´s mit einer Bewerbung, Frau Flick?