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Pacht ist mit Pflichten verbunden

Grabeland-Pflege

Grabeland: Das verspricht ein Stückchen Land im Grünen für wenig Geld. Denn das Land gehört der Stadt, und die verpachtet es nur auf unbestimmte Zeit. Das heißt: Den Pächtern kann jederzeit gekündigt werden. Entsprechend gering ist die Pacht.

WITTEN

, 08.10.2014
Pacht ist mit Pflichten verbunden

Ein kleines Paradies auf Zeit sind auch die Grabeland-Gärten in Heven.

Rund 2 Cent pro Quadratmeter und Monat fällt an, die Parzellen sind klein, viel mehr als 50 Euro Pacht im Jahr fällt nicht an. Überschaubar. Weniger überschaubar sind die finanziellen Belastungen, die durch die Verkehrssicherungspflicht auf die Pächter zukommen. Denn auf den Parzellen darf zwar kein Baum gepflanzt werden. Wenn da aber doch einer steht - sei es von allein gewachsen oder gepflanzt - dann obliegt es den Pächtern, dafür zu sorgen, dass von den Bäumen keine Gefahr ausgeht. Auf eigene Kosten.

Denn nach dem Vertrag ist der Pächter „verpflichtet, das Pachtobjekt ordnungsgemäß zu pflegen, zu bewirtschaften und sauber zu halten und bei Beendigung des Pachtverhältnisses entsprechend zurückzugeben. Dazu gehört auch die Pflege und Unterhaltung vorhandenen Baum- und größeren Strauchbewuchses.“ Insgesamt 490 Grabelandflächen gibt es nach Auskunft der Stadt in Witten, jede zwischen 200 und 300 Quadratmetern groß. Pächter, die sich kundig machen wollen, ob von dem Bewuchs auf ihrem kleinen grünen Paradies Gefahr ausgeht, können sich an die Stadt wenden.

„Wir sind auf jeden Fall in beratender Funktion tätig“, sagt Stadtsprecherin Lena Kücük. „Ansprechpartner ist Bernd Ammersilge im Grünflächenamt.“ Die Baumexperten der Stadt kommen dann raus und begutachten die Bäume. Vorsorglich beim Pächterwechsel tun sie es allerdings nicht. „Die Leute gucken sich ja die Flächen an und sagen, ob sie das übernehmen wollen“, sagt die Stadtsprecherin. Auch bei der Grabeland-Pacht heißt es wie so oft im Leben: Gut hingucken, bevor man etwas unterschreibt.

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