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Pakistan: Musharraf verhandelt über Rücktritt

Islamabad (dpa) Der umstrittene pakistanische Präsident Pervez Musharraf will möglicherweise zurücktreten. Derzeit liefen hinter verschlossenen Türen Verhandlungen mit der Regierungskoalition über eine Amtsniederlegung.

Pakistan: Musharraf verhandelt über Rücktritt

Pakistans Präsident Pervez Musharraf soll seines Amtes enthoben werden.

Das sagte Tariq Azeem, ein Vertreter der ihn unterstützenden Pakistanischen Muslim-Liga am Freitag. Im Gegenzug fordere Musharraf allerdings nach einem Rücktritt Immunität, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Auch ein Vertreter der Volkspartei PPP, die die Koalitionsregierung führt, bestätigte die Verhandlungen. Er rechnete damit, dass Musharraf sein Amt in den nächsten Tagen niederlegen werde, um einem Amtsenthebungsverfahren gegen ihn zuvorzukommen, das voraussichtlich kommende Woche beginnen soll.

Zuvor hatten bereits drei von vier pakistanischen Provinzparlamenten eine Resolution verabschiedet, nach der Musharraf im Unter- und Oberhaus in Islamabad sowie in den Provinzparlamenten die Vertrauensfrage stellen soll. Ansonsten solle im nationalen Parlament ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden.

Musharraf hatte sich 1999 unblutig an die Macht geputscht. Unter internationalem Druck war Musharraf Ende vergangenen Jahres als Armeechef zurückgetreten. Bereits im Oktober hatte er sich aber noch vom alten Parlament für weitere fünf Jahre im Amt des Präsidenten bestätigen lassen. Bei den Parlamentswahlen im Februar wurde die Musharraf unterstützende Pakistanische Muslim-Liga (Quaid) vernichtend geschlagen. Die von der Volkspartei geführte Koalition hatte am Donnerstag vergangener Woche verkündet, den Präsidenten des Amtes entheben zu wollen. Musharraf hat besonders seit vergangenem Jahr dramatisch an Beliebtheit eingebüßt.

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