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Pelzer-Belegschaft nach Versammlung sehr enttäuscht

WITTEN Mit hoher Erwartungshaltung gingen gestern die 160 Mitarbeiter des Pelzer-Produktionswerkes in ihre Belegschaftsversammlung.

von Von Lisa Timm

, 29.10.2007

Doch anstelle konkreter Aussagen zur beruflichen Zukunft der Belegschaft beschränkte sich der Sprecher der Pelzer-Geschäftsführung, Dr. Martin Kunzmann, auf Allgemeinplätze. Enttäuschung machte sich breit.

Personalabbau?

Auch wenn Kunzmann betonte, dass der Standort Witten erhalten bleiben werde, blieb die Frage, die die Kollegen am meisten bedrückt, unbeantwortet. Wird es im Rahmen der Restrukturierung von HP Pelzer Personalabbau geben?

Fazit nach der knapp dreistündigen Versammlung: Enttäuschung und Verunsicherung auf der ganzen Linie. Betriebsratsvorsitzender Peter Krawczyk macht keinen Hehl aus trüben Stimmung innerhalb des Kollegenkreises. Aber als positive Botschaft sieht er die Ausführungen Kunzmanns, dass die finanzielle Struktur des Unternehmens gesichert ist.

Und auch seine Ankündigung, demnächst in die Hauptverwaltung zu investieren, interpretiert Krawczyk als Signal. Hinzu komme die Aquirierung eines kleineren Auftrages, der hilft, zumindest für sechs Monate sechs Arbeitsplätze zu sichern.

Die momentane flaue Auftragslage federn die Pelzer-Mitarbeiter mit flexibler Arbeitszeit ab. Zehn bis 15 Mitarbeiter bleiben pro Woche zu Hause. Mit diesen Arbeitszeiten kommen die Mitarbeiter zwar weit ins Minuskonto, immerhin kann dadurch aber die Kurzarbeit vermieden werden.

Die Zeit der Ungewissheit bei Pelzer dauert jetzt fast schon zehn Jahre an. Letzer großer Auftrag des Automobilzulieferers ging mit dem neuen Opel-Zafira einher, für den Pelzer die Bodenbeläge fertigte.