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Pfiffe für 96 nach Nullnummer - Cottbuser Beton

Hannover (dpa) Zwei Spiele, ein Punkt, null Tore - bei Hannover 96 macht sich schon nach nur 180 Saisonminuten Ernüchterung breit. Der ambitionierte Fußball-Bundesligist kam am gegen Energie Cottbus nur zu einem mageren 0:0.

Pfiffe für 96 nach Nullnummer - Cottbuser Beton

Die Hannoveraner Schlaudraff (l) und Lala (r) attackieren Rangelov (m) vom FC Energie.

Die 96er mussten für den schwachen Auftritt nachhaltige Missfallensbekundungen seiner Anhänger über sich ergehen lassen. Das brachte 96-Trainer Dieter Hecking in Rage. «Wenn einige schon nach zwei Spielen die Geduld verlieren, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Man muss weiter auf diese Mannschaft setzen, sie braucht noch Zeit», schimpfte der ansonsten so besonnene Fußball- Lehrer.

Die Ungeduld der Fans - immerhin 34 636 wollten die Partie der beiden Auftakt-Verlierer sehen - kommt allerdings nicht von ungefähr. Verpflichtungen wie Jan Schlaudraff (Bayern München), Mikael Forssell (Birmingham City) und Mario Eggimann (Karlsruher SC) haben die Erwartungshaltung vor der Saison enorm steigen lassen. Viele Fans träumen vom UEFA-Cup. Hecking selbst hatte die Hoffnungen noch geschürt, als er es in der Sommerpause einen «Ansporn» nannte, um die internationalen Plätze mitzuspielen.

Die Realität weist nach zwei Saisonspielen aber nur ein 0:3 bei Schalke 04 und die Nullnummer gegen Cottbus aus. Der 96-Coach lobte sein Team zwar für «deutlich mehr Einsatz als noch gegen Schalke». Eine spielerische Steigerung blieb aber aus. Nur in der Anfangsphase machte Hannover Tempo, kam durch Arnold Bruggink (12.) und Jan Schlaudraff (32.) zu guten Chancen. Danach prägten vor allem Fehlpässe und Ideenlosigkeit das Spiel. «Wir hätten noch drei Tage spielen können und der Ball wäre nicht reingegangen», gestand Stürmer Mike Hanke ein.

Der Cottbuser Abwehr machte es 96 aber auch leicht. Selbst die Gelb-Rote Karte für Daniel Ziebig (85.) überstanden die Lausitzer schadlos. «Auswärts einen Punkt zu holen, ist nicht schlecht», sagte Energie-Torwart Gerhard Tremmel. Den verdiente sich sein Team durch die Rückkehr zur bewährten Cottbusser «Mauer-Taktik». «Es war wichtig, dass wir wieder zu dem Spiel zurückgefunden haben, das uns stark macht: Wir waren sehr lauffreudig und diszipliniert», schätzte Tremmel ein.

Auch Energie-Trainer Bojan Prasnikar sah sich in seinem bereits im Vorjahr praktizierten Konzept mit dem «Abwehrbeton» erneut bestätigt. Erst recht durch den ersten Saisonzähler. «Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen als gegen Hoffenheim. Und das haben wir geschafft», befand der slowenische Trainer-Fuchs zufrieden.

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