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Pfleger Christian Schuh war in Afghanistan im Einsatz

Rotes Kreuz

Der Krieg ist allgegenwärtig. Regelmäßig sterben Kinder. Und Krankheiten wie Meningitis oder Masern, die hier nur selten auftreten, sind dort kein Einzelfall: Afghanistan. Im vergangenen halben Jahr war Christian Schuh für das Rote Kreuz dort im Einsatz.

WITTEN

von Von Julia Schemmer

, 25.03.2011
Pfleger Christian Schuh war in Afghanistan im Einsatz

"Ich bin sehr viel geduldiger geworden und die Probleme, die sich mir bei meiner Arbeit hier stellen, relativieren sich", erzählt der 30-Jährige.

"Ich musste mich an all das erstmal gewöhnen, mit der Arbeit in Deutschland ist das kaum vergleichbar", erzählt der 30-jährige Kinderkrankenpfleger, der bereits zum zweiten Mal in der Kinderklinik des Mirwais Regional Hospital in Kandahar im Einsatz war. "In Deutschland gehört es nicht zum Alltag, dass Kinder im Krankenhaus sterben oder gehäuft an schweren Krankheiten leiden." Zudem falle in der afghanischen Kinderklinik viel mehr Arbeit an, als in Deutschland. "Die Kinderstationen haben 94 Betten, meist sind aber bis zu 130 Patienten dort untergebracht. Das ist eine unglaubliche Arbeitsbelastung", sagt Schuh."Für den Kreisverband Witten sind solche Auslandseinsätze eher ungewöhnlich", sagt Thomas Voß, Vorstand des DRK Witten. Das DRK arbeite eher im alltäglichen Leben hier vor Ort, beispielsweise in der ambulanten Pflege. Zu den Aufgaben von Christian Schuh in Afghanistan zählten die medizinische Unterstützung der Kinderkrankenpfleger sowie ihre Schulung. "Ich habe die Oberschwester der Kinderstationen in ihrer Tätigkeit unterstützt und mein medizinisches Wissen an das Personal weitergegeben", sagt er. Doch Christian Schuh brachte den afghanischen Pflegern nicht nur etwas bei, er lernte auch von ihnen: "Ich kannte die Theorie, dort habe ich aber gelernt, wie man in der Praxis mit einer solchen Arbeitsbelastung umgeht."DRK leitet Spenden an Japan weiter Und was nimmt Christian Schuh aus seinem Auslandseinsatz mit? "Ich bin sehr viel geduldiger geworden und die Probleme, die sich mir bei meiner Arbeit hier stellen, relativieren sich", so der 30-Jährige. In Japan ist das DRK übrigens nicht tätig. Das japanische Rote Kreuz und der japanische Katastrophenschutz seien stark und gut entwickelt. Da sei der Einsatz vor Ort nicht nötig. Das DRK Witten hilft aber, indem es Spenden weiterleitet.