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Philip Roth erhält Prinz-von-Asturien-Preis

Oviedo (dpa) Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth erhält den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte der Literatur. er 79-Jährige gehöre zu den bedeutendsten US-Autoren, betonte die Jury am Mittwoch in der nordspanischen Stadt Oviedo.

Roth besitze die Fähigkeit, eine komplexe Realität in differenzierter Weise wiederzugeben. Die Prinz-von-Asturien-Preise werden jährlich in acht Sparten vergeben und sind mit jeweils 50 000 Euro dotiert. Roth gilt neben Autoren vom Kaliber John Updikes, Norman Mailers und Saul Bellows als der einflussreichste und erfolgreichste amerikanische Gegenwartsautor. In Oviedo setzte er sich in der Schlussabstimmung der Jury gegen den Japaner Haruki Murakami durch.

Für die Auszeichnung waren 24 Kandidaten aus elf Ländern nominiert worden. Die Preise werden im Herbst vom Prinzen von Asturien, dem spanischen Kronprinzen Felipe, in Oviedo überreicht. Den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur hatten zuletzt der Kanadier Leonard Cohen, der aus dem Libanon stammende Franzose Amin Maalouf, der Albaner Ismail Kadaré, der Israeli Amos Oz und der Amerikaner Paul Auster erhalten.

Philip Roth gehört seit Jahren zu den Favoriten für den Literatur-Nobelpreis. 1933 als Sohn ostjüdischer Eltern in der Nähe von New York geboren, erzählt er vor allem Geschichten über das Leben jüdischer Kleinbürger in den USA - bissig, schamlos und meisterhaft. Mit Romanen wie «Portnoys Beschwerden» (1969), «Mein Leben als Mann» (1974), «Zuckermans Befreiung» (1981) und «Amerikanisches Idyll» (1997) errang der frühere Englischdozent Weltruhm.

Mitteilung der Prinz-von-Asturien-Stiftung, spanisch

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