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Pinguin Lucky wird von Hand aufgezogen

Tierpark

Lucky hat etwas Neues entdeckt. Der kleine Pinguin kann jetzt tröten. Am liebsten tut er das, wenn Tierpflegerin Nadine Klein um die Ecke kommt. Die 23-Jährige ist Luckys Ersatzmama.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 17.08.2010
Pinguin Lucky wird von Hand aufgezogen

Lucky ist ziemlich neugierig auf Menschen.

Der kleine Pinguin ist am 7. Mai geboren. Zwei Wochen später fing er sich eine Pilzinfektion ein. Eines seiner Geschwisterchen starb an der Krankheit, Lucky musste eine Woche lang zu einem Tierarzt in Behandlung. Als er von dort zurück kam, lehnten seine Eltern ihr verloren geglaubtes Pinguin-Küken ab. Herings- und Sprottenstückchen Also kümmerte sich Nadine Klein um den flauschigen kleinen Kerl. Vier- bis fünfmal am Tag fütterte sie ihn mit Herings- und Sprottenstückchen, spielte und kuschelte mit ihm. "Anfangs kam er ständig angewatschelt und wollte schmusen. Ihm fehlte eben die Wärme seiner Eltern", erzählt die Tierpflegerin. Der kleine Kerl musste alleine in einem Käfig sitzen, damit er sich keine neuen Krankheiten einfängt. "Sein Immunsystem musste erst wieder stärker werden", erklärt Nadine Klein.Täglich ins Wasser Inzwischen darf der Humboldtpinguin täglich ins Wasser. "Schwimmen konnte er sofort, das ist angeboren", sagt seine Ersatzmama. "Er ist schon wahnsinnig schnell. Nur die Eleganz, die Pinguine sonst im Wasser haben, fehlt ihm noch ein wenig." Im Moment schwimmt Lucky alleine durch die Gegend. In den kommenden Tagen soll er aber zum ersten Mal Gesellschaft bekommen. "Wir wollen ihn langsam an seine Artgenossen gewöhnen", sagt Nadine Klein. Wenn die beiden Pinguine miteinander klarkommen und Lucky weiter gut frisst, darf er bald auch zu den anderen.Tolerante Tiere Sorgen macht sich Nadine Klein deswegen nicht. "Ich denke, das wird schon." Pinguine seien normalerweise sehr tolerant. "Wenn er da neu reinkommt, wird wahrscheinlich einmal kurz gemeckert und die Rangordnung neu festgelegt und das war's dann vermutlich." Ein ganz normaler Pinguin wird Lucky wohl trotzdem nie werden. "Er wird vermutlich immer mehr Interesse an Menschen haben als die anderen", sagt Nadine Klein. Dennoch sei es wichtig, dass er bald wieder mit ihnen zusammenlebe. "Das ist einfach besser für ihn." Bis es soweit ist, genießt Lucky noch seine Einzelbetreuung, lässt sich kraulen und trötet, wenn Nadine Klein um die Ecke kommt.