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Pleite für Skibbes Galatasaray in Champions League

Istanbul (dpa) In der türkischen Liga topp, aber nicht gut genug für die Champions League. Für den früheren Bundesliga-Coach Michael Skibbe wurde der erste Auftritt auf der europäischen Fußball-Bühne mit seinem neuen Club Galatasaray Istanbul zu einer Pleite.

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Galatasaray-Coach Michael Skibbe beobachtet das Spiel.

Bukarests Mirel Radoi (r) im Zweikampf mit Shabani Nonda von Galatasaray.

Arsenals Robin van Persie (l) im Duell mit Niels Wellenburg von Twente Enschede.

Liverpools Steven Gerrard schießt gegen Standard Lüttich aufs Tor.

Der Marseiller Trainer Eric Gerets freut sich nach dem Sieg gegen Brann Bergen.

Mamadou Niang erzielt einen Treffer für Marseille gegen Bergen.

«Galatasaray bringt uns zum Weinen», schrieb die auflagenstärkste türkische Tageszeitung «Hürriyet» am Tag nach dem 0:1 in der Qualifikation zur Fußball-Königsklasse gegen den rumänischen Vizemeister Steaua Bukarest. Nach dem 2:2 im Hinspiel ist Galatasaray raus aus der Champions League.

Lange zittern musste der fünfmalige Landesmeister-Pokal-Sieger FC Liverpool. Erst kurz vor dem Ende der Verlängerung gelang dem niederländischen Nationalstürmer Dirk Kuyt (118.) das goldene Tor zum 1:0-Endstand (Hinspiel 0:0) für den englischen Rekordmeister gegen Standard Lüttich. Keine Probleme hatte dagegen der englische Top-Favorit FC Arsenal, der sich beim 4:0 gegen Twente Enschede (Hinspiel 2:0) keine Blöße gab. Dem AC Florenz genügte ein 0:0 bei Slavia Prag (Hinspiel 2:0).

Historische Erfolge feierten BATE Borissow aus Weißrussland und Anorthosis Famagusta aus Zypern, die sich als jeweils erstes Team ihrer Länder für die Champions League qualifizierten. Borissow reichte ein 1:1 über Lewski Sofia (Hinspiel 1:0) und Famagusta sogar eine 0:1-Niederlage bei Olympiakos Piräus (Hinspiel 3:0). Vor der Partie war es in Piräus zu Fan-Ausschreitungen gekommen. Hunderte Olympiakos-Anhänger überfielen einen der Züge, mit dem die zyprischen Fans zum Stadion fuhren. Die Polizei setze Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer zu trennen. Im Anschluss an das Spiel feierten jubelnde Anhänger in zahlreichen Städten Zyperns mit Autokorsos und Feuerwerken den Erfolg.

Der 17-malige türkische Meister Galatasaray darf dagegen in dieser Saison nur im UEFA-Pokal spielen, was den Club nach eigenen Angaben gut zehn Millionen Euro kostet. Geld, das bereits fest für Spielertransfers eingeplant war. «Gut in der Türkei, schlecht in Europa», titelte «Sabah». Und weiter hieß es: «Für Skibbe ist es eine Pleite. Seine Strategie war ängstlich.» Für die Türkei sei es ein Fußballabend mit gemischten Gefühlen gewesen, nachdem Fenerbahce Istanbul durch ein 2:1 (Hinspiel 2:2) gegen Partizan Belgrad die Qualifikation überstanden habe, Galatasaray aber verlor, schrieb die Zeitung «Milliyet». «Auf der einen Seite Jubel, auf der anderen Seite Trauer.»

Hart ins Gericht ging Skibbe nach der Enttäuschung mit dem Schiedsrichter. Der Ex-Leverkusener meinte, das entscheidende Tor sei aus einer klaren Abseitsstellung heraus erzielt worden. «Es war keine gute Nacht für den italienischen Schiedsrichter», zitierte ihn die türkische Sportzeitung «Fanatik». «In großen Spielen wie diesen dürfen Fehler des Schiedsrichters das Ergebnis nicht beeinflussen.»

Skibbe sei nach dem Spiel verärgert und schockiert gewesen, berichtete die Zeitung. Er sei auch unzufrieden mit der Leistung einiger Spieler gewesen. Sie hätten Probleme gehabt, den Ball zu halten und das Spiel zu bestimmen. Nach dem 2:2 aus dem Hinspiel vor zwei Wochen sprach Skibbe davon, es seien in beiden Spielen Fehler gemacht worden.

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