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Polen bietet Russland Zugang zu Raketenschild an

Warschau (dpa) Warschau hat Moskau Zugang zum geplanten US- Raketenabwehrsystem in Polen zugesagt. «Ich bestätige, dass unser Angebot an die russische Seite über die Möglichkeit der Inspektion des Stützpunktes aktuell ist».

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Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski (r) and US-Verhandlungsführer John Rood sprechen nach der Unterzeichnung der Vereinbarung in Warschau zur Presse.

Rückschlag für Putin: Der russische Regierungschef Putin (r, daneben Außenminister Lawrow) hält nichts von einem US-Raketen-Abwehrschild in Polen.

US-Raketenabwehr: Ein Satellit (in der Grafik oben rechts) übernimmt die Früherkennung.

Eine Standard Missile-3-Rakete startet von der USS Lake Erie. Modifizierte SM-3-Raketen wurden zum Abschuss eines außer Kontrolle geratenen US-Spionagesatelliten im Dezember 2007 eingesetzt.

Protest gegen die geplante US-Radarstation in Prag (Archiv).

Der US-Raketenkreuzer USS Lake Erie nahm im Dezember 2007 an der Mission zum Abschuss eines außer Kontrolle geratenen US-Spionagesatelliten teil.

US-Verhandlungsführer John Rood (l) und Polens Vize-Außenminister Andrzej Kremer unterzeichnen in Warschau die Verienbarung zur Errichtung des US-Raketen-Abwehrschilds.

Ein Gegner des US-Raketen-Abwehrschilds präsentiert in Warschau ein Protestschild. (Archivbild)

Test eines US-Raketenabwehrsystems (Archivfoto).

Protest in Warschau gegen den US-Raketenschild (Archiv).

Das schrieb der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski in einem Beitrag für die polnische Tageszeitung «Fakt» (Samstag). Zugleich sprach sich Sikorski trotz der scharfen Kritik aus Moskau für eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland aus. Der umstrittene Schild solle nicht gegen Russland gerichtet sein, betonte er. Sikorski sprach von einer «brutalen russischen Aktion» in Georgien. «Aber wenn sich nach der Schlacht der Rauch verzogen hat, werden wir weiterhin Nachbarn bleiben», schrieb Sikorski.

Sikorski und Polens Regierungschef Donald Tusk hatten in den vergangenen Monaten wiederholt russische Inspektionen als möglich bezeichnet. Als Bedingung nannten sie allerdings die Zustimmung Moskaus zu Kontrollen russischer Militäreinrichtungen.

Polen und die USA haben sich am Donnerstag auf die Stationierung des US-Raketenschildes verständigt. In Nordpolen soll ein Stützpunkt mit zehn Abfangraketen entstehen. Zusammen mit einer Radaranlage in Tschechien soll die Einrichtung Teil eines weltweiten Systems sein, mit dem sich Amerika vor möglichen Angriffen etwa aus dem Iran schützen will. Polen bekommt zur eigenen Verteidigung amerikanische Luftabwehrraketen vom Typ Patriot. Russland betrachtet die US-Anlagen in seiner Nachbarschaft als Bedrohung.

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