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Politik rauft sich zusammen

SCHARNHORST Diese Diskussion war längst fällig: Die Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst hat sich in ihrer aktuellen Sitzung mit den Jugend-Problemen an der Droote auseinandergesetzt. Und CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Wortmeier appellierte treffend: "Wir müssen sofort Maßnahmen ergreifen."

von Von Hilke Schwidder

, 24.10.2007
Politik rauft sich zusammen

Jugend-Probleme auf der Tagesordnung: Die Scharnhorster Bezirksvertretung hat sich mit den Ausschreitungen betrunkener Jugendlicher und junger Erwachsener an der Droote beschäftigt.

Dass ihr Gremium die Probleme allein nicht lösen kann, ist den Bezirksvertretern klar. Sie wollen Anstöße geben und die Situation in ihrem größeren Zusammenhang betrachten.

Während die SPD die Gründung eines Runden Tisches mit Polizei und Verwaltung forderte, brachte die CDU in ihrem Antrag bereits konkrete Punkte vor: Lärmstreifen ab 22 Uhr, Streetworker mit Migrationshintergrund, Videoüberwachung an neuralgischen Punkten und Polizeipräsenz von 21 bis 6 Uhr. Unstimmigkeiten bei diesen Vorschlägen (vor allem zum Thema Videoüberwachung) führten zu einem längeren Schlagabtausch, an dessen Ende sich die Bezirksvertretung doch noch auf einen gemeinsamen Antrag einigte. Sich in dieser Sache zusammenzufinden, sei vor allem im Interesse der Bürger, argumentierte Petra Nikolic (CDU).

Kurzfristig Maßnahmen ergreifen

Nun fordern die Mandatsträger, dass Ordnungs- und Jugendamt sowie Polizei eine gemeinsame Strategie entwickeln. Es gehe darum, kurzfristig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und die BV daran zu beteiligen. Polizeipräsenz in der Nacht und Lärmstreifen des Ordnungsamtes stehen ebenfalls in der gemeinsamen Forderung, die die Bezirkspolitiker mit großer Mehrheit verabschiedeten.

Nur SPD-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Schmidt und Michael Lüning (SPD) enthielten sich der Stimme. Lüning hatte sich zuvor für einen weiter gefassten Vorschlag und gegen detaillierte Forderungen ausgesprochen, wie sie letztlich in den gemeinsamen Antrag eingeflossen sind.

"Nicht überall ist Droote"

Die Diskussion um das Image des Stadtteils fand jedoch noch lange kein Ende. "Viele Leute wohnen hier gern", betonte Bezirksvorsteher Heinz Pasterny (SPD) mit Nachdruck. "Nicht überall ist Droote." Aber jetzt hätten die Leute ja schon tags Angst, nach Scharnhorst-Ost zu fahren, wenn da nachts diese Auseinandersetzungen stattfinden.

Die SPD schrieb in ihrem ursprünglichen Antrag, es gehe auch darum, "einen Imageschaden vom Stadtteil abzuwenden". Doch der, so konterte Udo Wortmeier, sei leider schon längst eingetreten.

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