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Politiker und Betroffene protestieren gegen Call-Center-Schließungen

BONN Wut gegen den magentafarbenen Riesen: Mit Protest haben am Freitag hunderte Telekom-Mitarbeiter aus NRW auf die geplante Schließung ihrer Callcenter reagiert. In mehreren Städten gingen Beschäftigte auf die Straße, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Politiker und Betroffene protestieren gegen Call-Center-Schließungen

Trauerflor als Symbol der Bestürzung: Die Telekom-Niederlassung in Meschede soll geschlossen werden, die Mitarbeiter nach Dortmund pendeln.

Auch aus der Politik kam scharfe Kritik an der Telekom-Führung. Die Telekom will bundesweit Callcenter in 39 Städten schließen. In NRW sollen nur noch Standorte in fünf Städten erhalten bleiben. Münsters Oberbürgermeister Berthold Tillmann (CDU) sprach von einer „rundum schlechten Nachricht“. Münster sei der falsche Hebel, um unternehmerische oder regionale Verlagerungseffekte zu erzielen. Es müssten sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Am Standort Münster sind rund 120 Mitarbeiter beschäftigt, die künftig in Recklinghausen arbeiten sollen. Auch Aachens Bürgermeister Jürgen Linden (SPD) kritisierte die Beschlüsse, über die die Stadt nicht informiert worden sei. Betroffen sind dort fast 200 Mitarbeiter, die künftig - wie auch rund 330 Beschäftigte aus Köln - in Bonn arbeiten sollen. Ver.di. sprach von einem „menschenunwürdigen Verhalten“.

In Meschede stellten Mitarbeiter am Freitag vor dem Callcenter- Gebäude Grabkerzen auf. „Hier wird schlichtweg über die Menschen hinweg eine Entscheidung getroffen aus Profitgier, damit Aktionäre befriedigt werden können“, sagte Meschedes Bürgermeister Uli Hess. Das Angebot des Unternehmens, Mitarbeiter an anderen Standort weiterzubeschäftigen, stieß auf Kritik. Das Personal aus Meschede könnte nach Dortmund wechseln. „Das ist doch für Teilzeitkräfte gar nicht machbar. Ich vermute das wird alles nur gemacht um Stellen abzubauen“, meinte Callcenter-Agent Dirk Kochsiek.

In Wesel kamen 140 Mitarbeiter auf einer Informationsveranstaltung zusammen. DTKS-Personalleiter Holger Kranzusch verteidigte dort die Standort-Schließungen: „Wie sehen keine Alternative.“ In Wesel sind etwa 190 Arbeitsplätze betroffen. 

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