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Polizei ruft den Bestatter

03.07.2018
Polizei ruft den Bestatter

Heinrich Kritzler in seinem Bestattungsunternehmen an der Sonnenstraße.schwerte © Foto: Manuela Schwerte

Wenn ein Mensch stirbt, muss ein Arzt bescheinigen, dass ein Verbrechen auszuschließen ist. Wenn der Arzt sich aufgrund der Umstände nicht sicher ist, wird die Polizei hinzugezogen. Bis endgültig klar ist, dass jemand eines natürlichen Todes gestorben ist, wird die Leiche nicht freigegeben. Dennoch muss sie transportiert und aufbewahrt werden. Das machen Bestatter, die dafür einen Vertrag mit der Polizei abgeschlossen haben. Für Schwerte, Bergkamen, Bönen, Holzwickede, Kamen und Unna hat Heinrich Kritzler diese Aufgabe übernommen. Sein Bestattungsunternehmen liegt an der Sonnenstraße in Schwerte. Er hat zahlreiche Mitarbeiter, mehrere Fahrzeuge und Kühlräume. Und er weiß, was zu tun ist, damit mögliche Verbrechensspuren nicht zerstört werden. Sobald die Todesursache geklärt ist, dürfen die Angehörigen einen Bestatter ihrer Wahl beauftragen. Sie dürfen aber auch Heinrich Kritzler bitten, die Beerdigung zu organisieren. Obwohl der Tod zum Alltag eines Bestatters gehört, sind Kritzler und seine Leute manchmal geschockt von Kriminalfällen oder den Lebensumständen der Verstorbenen, die sie abholen müssen. Manche haben schon länger tot in ihrer Wohnung gelegen. Und niemand hat sie vermisst.

Petra Berkenbusch

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