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Zehntausende auf der Straße

Polizei zieht positive Bilanz nach Anti-Pegida-Protest

KÖLN/MÜNSTER Keine Kögida-Demo durchs verdunkelte Köln: Die umstrittene Bewegung bläst ihren geplanten Spaziergang schnell wieder ab. Gegendemonstranten sind deutlich in der Überzahl. In Münster gehen sogar 10 000 Menschen gegen die Islamkritiker auf die Straße - die Polizei zieht eine zufriedene Bilanz.

Polizei zieht positive Bilanz nach Anti-Pegida-Protest

Gegner des islamkritischen "Pegida"-Bündnisses demonstrieren am 05.01.2015 in Köln.

In Köln und Münster haben die Bürger in großer Zahl gegen die anti-islamische Pegida-Bewegung mobil gemacht. Rund 7500 Menschen stellten sich am Montagabend in Köln laut Polizei rund 250 Pegida-Anhängern in den Weg. Die Veranstalter sprachen von rund 12 000 Teilnehmern. Die Polizei zog am Dienstag zufrieden Bilanz. Obwohl weitaus mehr Gegendemonstranten gekommen waren als angenommen, habe es keine „brenzlige Situationen“ gegeben, sagte ein Sprecher.

Ministerpräsidentin gegen Islamfeinde

Kraft: Pegida-Demo ist Bühne für Demagogen

Köln/Dortmund/Münster Tausende Menschen sind am Montagabend für Weltoffenheit und Toleranz auf die Straße gegangen, um den Kundgebungen der islamfeindlichen "Pegida"-Bewegung etwas entgegenzusetzen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft positioniert sich am Dienstag klar.mehr...

Nach einer kurzen Kundgebung hatten die Pegida-Anhänger auf den geplanten Gang über eine Rheinbrücke zum Kölner Dom verzichtet. Aus Protest gegen Islam- und Ausländerfeindlichkeit war die Beleuchtung des Doms und anderer Gebäude abgeschaltet worden.

In Münster meldet die Polizei sogar rund 10 000 Teilnehmer. Eine Pegida-Demonstration gab es nicht. Die Polizei war von der großen Zahl der Teilnehmer überrascht. Zu der Kundgebung hatte als erster ein Theologiestudent aufgerufen. Später schloss sich ein breites Bündnis aus Politik, Stadtgesellschaft, Kultur und Kirche an.

Die Kölner Grünen kritisierten die Einsatzstrategie der Polizei, die den Gegendemonstranten zu wenig Raum gelassen habe. „Es kann nicht sein, dass Tausende Menschen, die die Stadtgesellschaft repräsentieren, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden - und dass nur, um den Weg für ein paar Dutzend Kögida-Anhänger freizuhalten“, sagte die Kreisvorsitzende Marlis Bredehorst laut Mitteilung.

Impressionen von den Demonstrationen gegen Pegida

Gegner des islamkritischen "Pegida"-Bündnisses demonstrieren in Köln, begleitet von Polizisten.
Die Pegida hatte zur selben Zeit zu einer Demonstration in Köln aufgerufen.
In Köln konnte der Pegida-Marsch verhindert werden.
Teilnehmer des "Bündnis gegen den Rassismus" demonstrieren am 05.01.2015 in Berlin gegen Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes). Foto: Soeren Stache/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Mit Plakaten wendeten sich die Kölner gegen "Pegida".
"Vielfalt statt Einfalt" - das Motto des Gegenprotests.
"Nazis essen heimlich Döner" - kreatives Plakat einer "Pegida"-Gegnerin.
Während Anhänger von "Pegida" demonstrierten, wurde die Außenbeleuchtung des Kölner Doms abgeschaltet, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Auch das Rathaus, mehrere Kirchen und weitere historische Gebäude knipsten das Licht aus.
Weitere Plakate aus Köln.
Weitere Plakate aus Köln.
Auch in Berlin wurde gegen "Bergida" demonstriert. Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt und die Politikerin Renate Künast (l, Bündnis 90/Die Grünen) nahmen am ebenfalls abgedunkelten Brandenburger Tor an der Protestkundgebung teil.
Berlin stellte sich gegen den Pegida-Ableger "Bergida".
In der Hauptstadt hatten sich Tausende Gegendemonstranten versammelt.
In Dresden gingen erneut "Pegida-"Anhänger auf die Straße, wurden aber auch hier von Gegendemonstranten begleitet. Im Bild: Die Integrationsministerin von Sachsen, Petra Köpping (SPD).
Auch in Stuttgart wurden Plakate in die Höhe gehalten.
Auf dem Schlossplatz in Stuttgart wurde ebenfalls gegen Pegida demonstriert.
Weitere Plakate aus Köln.

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