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Polo mit Elefanten: Großes Turnier in Bangkok

Bangkok. Bis Sonntag spielen zehn Mannschaften um den Königspokal (King's Cup). Nach Protesten von Tierschützern wird jedes Spiel von Veterinären überwacht.

Polo mit Elefanten: Großes Turnier in Bangkok

Beim Elefantenpolo-Turnier in Bangkok. Foto: Christoph Sator

Unter der Schirmherrschaft von Thailands König Maha Vajiralongkorn hat am Donnerstag in Bangkok das alljährliche große Elefantenpolo-Turnier begonnen. Bis Sonntag spielen zehn Mannschaften um den Königspokal (King's Cup).

Das Turnier am Rande von Bangkoks großem Fluss Chao Phraya ist auch ein gesellschaftliches Ereignis: Ähnlich wie bei Poloturnieren und Pferderennen in Europa legen die Damen auch dort besonderen Wert auf die Kopfbedeckung. Die Einnahmen fließen in Schutz und Pflege von Elefanten.

Bei dem Turnier sind insgesamt 20 Elefanten dabei - keine ehemals wilden Tiere, sondern sogenannte Haus-Elefanten, die normalerweise zum Beispiel im Tourismus eingesetzt werden. Nach Protesten von Tierschützern wird jedes Spiel von Veterinären überwacht. Die Tiere dürfen maximal eine halbe Stunde pro Tag auf dem Platz stehen. Zudem ist zwischen jedem Spiel anderthalb Stunden Ruhepause Pflicht. Die Spieler auf ihrem Rücken dürfen nicht mehr als 105 Kilogramm wiegen.

Elefantenpolo wird praktisch wie das klassische Polo mit Pferden gespielt. Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Allerdings sind das Spielfeld kleiner, die Spielstöcke länger und die Spieldauer kürzer. In der thailändischen Variante besteht jede Mannschaft aus drei Elefanten, auf denen zwei Leute sitzen: ein Pfleger (Mahout), der die Tiere lenkt, und ein Spieler, der den Ball schlägt.

Seit 1982 gibt es einen Elefantenpolo-Weltverband, die World Elephant Polo Association (WEPA). Es finden auch Weltmeisterschaften statt. Vor und nach dem Spiel werden die Elefanten gefüttert: mit großen Mengen Obst, aber auch mit Zuckerrohr und Kraftfutter.

In Thailand leben derzeit noch etwa 4000 wilde Elefanten. Hinzu kommen etwa 4700 Haus-Elefanten, die domestiziert aufwuchsen. Aus dem Straßenbild der großen Städte wie Bangkok sind sie jedoch praktisch verschwunden.

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