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Positive Bilanz fürs Weihnachtsgeschäft

IM WESTEN Überwiegend positiv bewerten die Geschäftsleute im Dortmunder Westen das Weihnachtsgeschäft. Und damit liegen sie nicht im bundesweiten Trend, der über ein eher schwaches Geschäft klagt.

von Von Holger Bergmann

, 28.12.2007

Klaus Breitenstein ,Elektronikhändler aus Dorstfeld, ist so zufrieden mit dem Kundenansturm, dass es beinahe wie ein Stöhnen klingt: "Unsere Kunden haben diesmal besonders viele Flachbildschirme gekauft. Wir hatten teilweise Lieferschwierigkeiten." Und es war nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der verkauften Produkte, die das Geschäft so erfreulich machte. "Es waren überwiegend Fernseher mit einer Größe von über 37 Zoll, die die Kunden gekauft haben. Das ging sogar bis zu den ganz exklusiven Größen von bis zu 60 Zoll." Diesen Trend zum hochpreisigen Geschenk kann auch Friseur und Parfum-Händler Ulli Schäfer aus Mengede bestätigen. "Es wurde in diesem Jahr viel Parfüm verschenkt. Und nicht irgendetwas, sondern besonders gerne die teuren Marken." Ulli Schäfer hat seine eigene Theorie für diesen Trend. "Das Weihnachtsgeschäft hat ziemlich zäh begonnen, dafür aber in den Tagen vor Heiligabend stark zugelegt. Da waren viele Last-Minute-Käufe dabei. Vielleicht hat ja das schlechte Gewissen den Ausschlag für etwas teureres gegeben."

Verhalten optimistische Gefühle herrschten nach der ersten Bilanz in Lütgendortmund. "Der Umsatz stagniert und ist auf dem Niveau des Vorjahres", erklärt Günter Eustrup  von der Buchhandlung Köhler. Doch er gibt zu bedenken. "Dieses Ergebnis haben wir erzielt, obwohl mit Wilhelm und Edeka zwei große Kundenmagneten den Ort verlassen haben. Wenn man das bedenkt muss man eigentlich zufrieden sein."

Das Urteil über das vergangene Weihnachtsgeschäft in Huckarde klingt nicht so positiv: "Die Tendenz ist insgesamt nicht so gut", erklärt die Gewerbevereinsvorsitzende Heidrun Rennert. Aber es besteht noch Hoffung. "Man sollte das Weihnachtsgeschäft eigentlich erst bilanzieren, wenn die vielen Geld- und Gutscheingeschenke eingelöst werden. Denn Gutscheine zu verschenken ist ein Trend, der in den vergangenen Jahren eindeutig zugelegt hat." Dass diese Hoffnung berechtigt ist, bestätigt Ulli Schäfer: "Es ist der Wahnsinn. Mein Geschäft war Donnerstag und Freitag genauso voll wie vor Weihnachten.