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Fund in Apotheke

Potsdamer Paket: Weihnachtsmarkt war wohl nicht das Ziel

POTSDAM Der Schrecken sitzt tief - doch einen Tag nach dem Bombenalarm auf einem Potsdamer Weihnachtsmarkt läuft der Betrieb wieder an. Die Polizei geht eher nicht von einem geplanten Anschlag auf den Markt aus. Trotzdem wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Potsdamer Paket: Weihnachtsmarkt war wohl nicht das Ziel

Der Potsdamer Weihnachtsmarkt musste am 1. Dezember nach einem Bombenfund evakuiert werden. Obwohl nun klar wird, dass der Anschlag vermutlich nicht gegen den Markt gerichtet war, setzt die Polizei auch in den kommenden Tagen noch zusätzliche Streifen ein. Foto: picture alliance / Christian Pö

Hinter dem Bombenalarm von Potsdam steckt wohl kein geplanter Anschlag auf den Weihnachtsmarkt. „Nach bisherigen Erkenntnissen halten es unsere Ermittler eher für unwahrscheinlich, dass der Weihnachtsmarkt Ziel war“, erklärte die Polizei am Samstag per Twitter.

Einzelheiten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, sagte ein Sprecher. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt.

Zusätzliche Streifen sollen für Sicherheit sorgen

Unter nochmals verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben die Weihnachtsmärkte in der Landeshauptstadt von Brandenburg wieder geöffnet. Polizei und Stadt schickten zusätzliche Streifen über die Märkte, um den Besuchern Sicherheit zu geben.

Am Freitag war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der am Weihnachtsmarkt sein Geschäft hat. Darin befanden sich Hunderte Nägel und ein sogenannter Polenböller, wie Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag bekanntgegeben hatte.

Potsdam Die Weihnachtsmarktsaison hat gerade begonnen, da jagt ein verdächtiges Paket in Potsdam Besuchern einen gehörigen Schrecken ein. Schlimme Erinnerungen werden wach - die Hintergründe sind aber noch völlig unklar.mehr...

Auswertung des Paketes dauert noch an

Die Polizei kündigte an, das von Sprengstoffexperten unschädlich gemachte Paket für die Untersuchungen wieder zusammenzusetzen. Die Reste seien ins Kriminaltechnische Institut in Eberswalde gebracht worden. Die Auswertung werde einige Tage dauern.

Für die Fahndung setzte die Polizei eine Ermittlungsgruppe „Luise“ ein - benannt nach der Apotheke, an die das Paket geschickt worden war. In der Gruppe arbeiten rund 25 Kriminalisten.

Der Vorwurf laute versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Es wurde auch eine Anfrage an alle anderen Bundesländer gestellt, ob jemals ähnliche Taten bekannt wurden.

Potsdam In der Potsdamer Innenstadt ist ein verdächtiges Paket an einen Apotheker geliefert worden. Er bemerkte beim Auspacken Drähte, brachte das Paket sofort aus der Apotheke und informierte die Polizei. Die sperrte den Bereich schnell ab und entschärfte den verdächtigen Gegenstand. Jetzt übernimmt der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen. Aus guten Gründen.mehr...

Absenderadresse des Paketes war vermutlich gefälscht

Der direkt am Weihnachtsmarkt ansässige Apotheker hatte Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert. Experten zerschossen das Paket mit einem Wasserstrahl. Eine Zündvorrichtung wurde nicht gefunden.

Die Teilsperrung des Weihnachtsmarktes konnte in der Nacht zu Samstag aufgehoben werden. Das Paket soll nach Angaben von Schröter eine Absenderangabe gehabt haben, die aber falsch gewesen sein dürfte.

Anwohner reagieren mit Geduld auf Sperrungen

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wollte sich am Mittag an der Brandenburger Straße - der Haupteinkaufsstraße - einen Eindruck vor Ort machen. Die Stadt dankte den Anwohnern, die am Freitagabend sehr besonnen und geduldig auf die stundenlangen Absperrungen reagiert hätten.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren bereits nach dem terroristischen Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vor fast einem Jahr bundesweit noch einmal verschärft worden. Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Er tötete 12 Menschen und verletzte mehr als 70 weitere.

dpa.

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