Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Prävention statt Reparatur

DÜSSELDORF Frühzeitige Beratung und Schulung statt teurer Reparatur gescheiterter Ausbildungskarrieren – das ist das Hauptziel verbesserter Berufsberatung an den weiterführenden Schulen.

„Zeitgemäße Berufs- und Studienorientierung funktioniert nur über neue Formen der Ansprache“, stellte Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Arbeitsagentur gestern in Düsseldorf fest. Zwar sei Berufsberatung in der Schule nichts grundsätzliches Neues, so Schönefeld, doch erhalte jetzt die Schulberatung in ihrem Hause eine stärkere Verbindlichkeit. Allein für die Berufsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher habe NRW im vergangenen Jahr 300 Mio. Euro ausgegeben – eine Summe, die durch entsprechende präventive Arbeit erheblich abgesenkt werden könne. I

n die Arbeit an den Schulen müssten aber nicht nur Berufsberater und qualifizierte Lehrer, sondern auch Eltern und die Wirtschaft selbst eingebunden werden.Schulministerin Barbara Sommer sagte, das neue Angebot richte zwar in erster Linie an diejenigen, „die es ein Stück schwerer haben“, also Förder-, Haupt- und Gesamtschüler, wegen der nach wie vor hohen Studienabbrecherquoten müsse allerdings auch die Studienorientierung verbessert werden. Für die Oberstufen seien in erster Linie die beiden Module „Schülerbetriebspraktika im Ausland“ und „Duales Orientierungspraktikum in der Sekundarstufe II“ vorgesehen.

Zehn Modelle

Insgesamt stehen den Schulen zehn Module für die Neugestaltung des Übergangs von der Schule in Beruf oder Hochschule zur Verfügung, von denen jede Schule maximal drei für ihren Schülerklientel aussuchen darf.Spezielle Maßnahmen für Jugendliche mit Migrationshintergrund und Handicaps sind vorgesehen.Zuletzt waren 7000 Jugendliche in NRW ohne Ausbildungsplatz, weitere 20000 in Maßnahmen und mehrere Zehntausend in so genannten Warteschleifen. Rund 21 Prozent brechen eine Ausbildung ab.Sommer setzt ihre Hoffnungen insbesondere auf die Orientierungscamps, besondere pädagogische Tage mit externen Trainern für Schüler der Klasse acht.

An dieser Maßnahme könnten 2008 bereits 30000 Jugendliche teilnehmen, also etwa ein sechstel des gesamten NRW-Jahrgangs. Sie räumte ein, dass auch auf Seiten der Lehrerschaft die Bereitschaft, sich mit den Problemen der Berufswelt auseinander zu setzen, steigen müsse.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...