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Preisträger des Echo Jazz melden sich zu Wort

Berlin/Hamburg. Auch der Echo Jazz ist Geschichte. Einige Preisträger wünschen sich einen Ersatz, der sich an Qualität orientiert.

Preisträger des Echo Jazz melden sich zu Wort

Der Trompeter und Komponist Markus Stockhausen. Foto: Horst Ossinger

Nach der Absage des Musikpreises Echo Jazz haben sich einige Preisträger zu Wort gemeldet. „Inhaltlich ist die Entscheidung des Bundesverbandes der Musikindustrie nachvollziehbar“, heißt es in einer Mitteilung. Unter den Unterzeichnern sind der Trompeter Markus Stockhausen und die Sängerin Céline Rudolph.

Formal sei durch die Absage eine eigenartige Situation entstanden. „Denn ein zentraler Aspekt des undotierten Preises, nämlich eine positive Öffentlichkeitswirkung, entfällt dadurch.“ Es bleibe zu hoffen, dass ein neuer Preis in allen Sparten - Pop, Klassik und Jazz - eine Auszeichnung werde, die ganz bewusst die Qualität und Inhalte der Musik hervorhebe und so unanfechtbar werde.

Ende April hatten die Verantwortlichen angekündigt, die Jazz-Preise würden am 31. Mai in kleinerem Rahmen und ohne TV-Übertragung vergeben. Dann wurde der Preis wie der Haupt-Echo und der Klassik-Echo ganz abgesagt.

Nach der umstrittenen Ehrung der Rapper Kollegah und Farid Bang hatte der Musikverband angekündigt, den auf Verkaufszahlen beruhenden Echo ganz abzuschaffen und auch den Echo Jazz sowie den Echo Klassik zu überarbeiten. Bei dem Streit um die Rapper ging es um deren Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“, das als antisemitisch kritisiert wurde. Zahlreiche Künstler hatten aus Protest ihre Echos zurückgegeben.

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