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Prinzip Zuversicht

BOCHUM Da hätte er das Wichtigste doch fast vergessen. „Die Stiftung kann sagen, dass sie sehr zuversichtlich ist, das Ziel zu erreichen, da es doch Inaussichtstellungen größerer Beträge gibt“, zitierte Dr. Tilman Fischer, Vorsitzender der Stiftung Bochumer Symphonie, für den Kulturausschuss die offizielle Sprachregelung.

von Von Ronny von Wangenheim

, 23.10.2007

Bis dahin hatte er mit vielen Worten erklärt, warum es immer noch nichts Neues zu sagen gibt über das Sammeln der 7,2 Mio. € Spenden für die Spielstätte der Symphoniker. Eine Strategie entwickeln, bürgerschaftliches Engagement (neudeutsch „Corporate Citizenship“) finden, Kooperationen mit Unternehmen schließen – das alles braucht Zeit und Ruhe. Und Namen von Großspendern oder gar Summen zu nennen, könne nur schaden.

Spendenkonten bei allen Banken

Aber auch die breite öffentliche Kampagne, bei der praktisch jeder Bochumer ins Boot geholt werden müsse, wie es für die CDU Clemens Kreuzer einforderte, war so schnell („Ich bin ja alleine“) nicht auf die Beine zu stellen. Nutzung kostenloser Werbeflächen oder Spendenkonten bei allen Bochumer Banken nannte Fischer als Beispiele. Während die Politiker der rot-grünen Koalition den Optimismus priesen und Geduld forderten, wollten es die Politiker der Opposition doch etwas genauer wissen. (Kreuzer: „Ich möchte dran glauben. Ich habe gehofft, dass Sie mir etwas Glauben wiederschenken.“) Nur zögerlich kamen ein paar Informationskrumen zusammen. So ist jetzt mit „Oktober“ eine Werbeagentur gefunden. „Bei den zentralen Motiven und bei den Medien sind wir in der Feinzeichnung“, erzählte Fischer. Druckereiangebote sind eingeholt.

Kampagne beginnt bald

Die Weihnachtszeit, in der immer viel gespendet wird, müsse man nutzen, setzte die CDU nach. Und Fischer beruhigte: „Das Weihnachtsgeld wird in Bochum bleiben können“. Schon bald soll man überall in der Stadt auf die Bochumer Symphonie aufmerksam werden. „Wenn es nach mir ginge, könnte man nächste Woche eine ganze Menge sehen.“