Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Privates während Arbeit erledigt: Erst Abmahnung

Mainz (dpa) Die Erledigung privater Angelegenheiten während der Arbeitszeit rechtfertigt nicht ohne weiteres gleich eine fristlose Kündigung. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem Urteil.

Nach Meinung des Gerichts verletzt ein Arbeitnehmer in diesem Fall zwar seine arbeitsvertraglichen Pflichten. Dennoch sei erst einmal eine erfolglose Abmahnung erforderlich, bevor der Arbeitgeber kündigen dürfe (Aktenzeichen: 10 Sa 209/08).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Lkw-Fahrers statt. Er hatte sich gegen seine fristlose Kündigung gewandt. Dazu hatte sich sein Arbeitgeber entschlossen, weil der Kläger während der Arbeitszeit ein Erdkabel mit einem Altmetallwert von etwa 1700 Euro auf- und später wieder abgeladen hatte, um es auf dem Betriebsgelände zu zerschneiden. Dann wollte der Lkw-Fahrer es privat verwerten.

Zwar räumte das LAG ein, dass der Kläger sich während seiner Arbeitszeit mit privaten Dingen befasst habe. Unabhängig von der dafür in Anspruch genommenen Arbeitszeit verletze ein Arbeitnehmer damit seinen Arbeitsvertrag. Da es sich aber um ein sogenanntes steuerbares Verhalten des Arbeitnehmers handele, sei es aus Gründen der Verhältnismäßigkeit geboten, den Mitarbeiter zunächst abzumahnen. Nur wenn dies nicht fruchte, dürfe er entlassen werden.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Beruf und Bildung

Alexa und Arbeitsmarkt: Jobs rund um die neuen Assistenten

"Siri, brauch ich einen Regenschirm?" Es sind simple Fragen, die virtuelle Assistenten ebenso simpel beantworten. In Zukunft sollen sie noch mehr Tricks können - und sie sich sogar selbst beibringen. Ein Plus für den Alltag oder eine Bedrohung für den Arbeitsplatz?mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Deutschland drohen wachsende Fachkräftelücken

Berlin (dpa) Forscher haben düstere Prognosen: Noch gibt es keinen flächendeckenden Fachkräftemangel - doch die Engpässe werden größer. In manchen Bundesländern können besonders viele Arbeitnehmer durch Maschinen ersetzt werden.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

So klappt die Stellensuche auf dem verdeckten Arbeitsmarkt

Nürnberg (dpa/tmn) Ob durch die Empfehlung eines Nachbarn, den Kontakt von der Jobmesse oder den Kollegen von einst - jede dritte vakante Stelle wurde 2015 über persönliche Kontakte besetzt. Was müssen Arbeitsuchende dabei beachten?mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Wie werde ich...? Floristin

Gelsenkirchen/Nürnberg (dpa/gms) - «Sei Egoist - werde Florist» wirbt der Fachverband Deutscher Floristen in Gelsenkirchen für den eigenen Berufsstand. Sylvia Krien nennt ihn die «Kunst des Flüchtigen».mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Wie werde ich...? Landschaftsarchitekt

Bad Friedrichshall (dpa/tmn) Gärtner pflanzen Blumen und legen Grünflächen an. Wohin die jeweiligen Stauden, Büsche und Co. gesetzt werden sollen, legen hingegen Landschaftsarchitekten fest.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Wie werde ich...? Florist

Mönchengladbach (dpa/tmn) Es geht um mehr als nur um Blumen. Das ist Elisabeth Schoenemann wichtig, wenn sie von ihrem Beruf als Floristin erzählt. Denn gerade die Vielseitigkeit ihres Jobs reizt die 22-Jährige.mehr...