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Proteste gegen Kohlekraftwerke geplant

DÜSSELDORF Mit einer großen Demonstration vor der Baustelle des Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich wollen Umweltschützer am 8. Dezember gegen die Klimapolitik in NRW protestieren. Die Organisatoren erheben schwere Vorwürfe gegen die Energiepolitik im Land.

Proteste gegen Kohlekraftwerke geplant

Hinter einem Braunkohlebagger im Tagebau steigt aus dem RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath bei Grevenbroich Rauch auf. Die Kraftwerkstechnologie ist in der Klima-Debatte schon lange ein Zankapfel.

 „Nordrhein-Westfalen ist das Klimakiller-Bundesland Nummer 1“, sagte am Dienstag der Landesvorsitzende des Bundes Umwelt- und Naturschutz (BUND), Paul Kröfges, in Düsseldorf. NRW sei für ein Drittel der bundesweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das Festhalten an Kohlekraftwerken mache Bekenntnisse der Politik zum Klimaschutz zur „reinen Makulatur“.

Zu der Demonstration in Grevenbroich erwarten die Organisatoren der klima-allianz nrw - einem Bündnis aus evangelischer Kirche, Umweltverbänden und Verbraucherschützern - mehrere tausend Teilnehmer. Das Kraftwerk sei ein Symbol für einen Weg in die „klimapolitische Sackgasse“, sagte Kröfges.

Elf Kraftwerke geplant

Aktuell seien in Nordrhein-Westfalen elf neue Kohlekraftwerke geplant. „Werden diese Projekte realisiert, würde allein damit der Ausstoß von bis zu 80 Millionen Tonnen Kohlendioxid für mindestens 40 Jahre strukturell festgelegt“, sagte Kröfges. Dabei müssten die Treibhausgas-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 80 Prozent reduziert werden, um den Klimakollaps zu stoppen. Die klima-allianz erwarte zumindest, dass die Landesregierung die Ziele der Bundesregierung in der Klimaschutzpolitik übernehme.

Das bedeute aber aus Sicht der Umweltschützer, die bisherige „kohlezentrierte“ Politik zu beenden. So forderte Kröfges unter anderem ein Auslaufen des Braunkohleabbaus. Obwohl alle Landtagsfraktionen im Ziel des Klimaschutzes übereinstimmten, wichen CDU und FDP in der Ansicht über den Weg dorthin von den Umweltschützern ab, klagte der BUND-Landeschef.

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