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Provisorium ersetzt marode Brücke in Werne

Von-Waldthausen-Straße

Die marode Brücke an der Von-Waldthausen-Straße wird durch ein Provisorium ersetzt. Die Austauschmaßnahmen sind zwar aufwendig, aber auch wichtig. Denn die mehr als 100 Jahre alte Stahlkonstruktion ist einsturzgefährdet. Für einen Neubau fehlt allerdings das Geld.

WERNE

von Sina Langner

, 11.11.2014
Provisorium ersetzt marode Brücke in Werne

Ein Provisorium ersetzt die marode Brücke an der Von-Waldthausen-Straße in Werne.

Als in den 90er Jahren die überirdischen Bauwerke der Bahn in die Hände der Kommunen übergingen, war die Begeisterung gering. Viele der Brücken sind seit jeher sanierungsbedürftig. So auch die Brücke an der Von-Waldt-hausen-Straße in Werne. Schon seit mehr als zwei Jahren ist diese vollständig für den Kraftverkehr gesperrt – auch wenn die Brücke einer Belastung durch PKW eigentlich standhalten würde. „Ein reines LKW-Verbot wird aber häufig ignoriert. Deswegen sahen wir uns gezwungen, die Brücke komplett zu sperren“, sagte Uwe Seidel von der Stadt Bochum.

Die jetzige Brücke ist eine Stahlkonstruktion, die etwa um 1900 errichtet wurde. Nach mehr als hundert Jahren sei aber der Stahl nicht mehr „elastisch“ genug, so Seidel. Daher sei die Gefahr eines Einsturzes zu groß und die Austauschmaßnahme dringend erforderlich. Dass die Brücke zunächst bloß durch ein Provisorium ersetzt wird und kein Neubau stattfindet, ist Haushaltssache. Seidel erklärt, dass der Stadt im Moment nicht die finanziellen Mittel für einen kompletten Neubau zur Verfügung stünden. Eine Förderung des Landes gibt es nicht.

Am 6. Dezember wird die bestehende, 340 Tonnen schwere Brücke, mithilfe eines speziellen Krans in einem Stück ausgehoben und anschließend durch das Provisorium ersetzt. Die ersetzte Brücke wird für PKW und LKW freigegeben. Während der Arbeiten wird die Bahnstrecke unterhalb der Brücke gesperrt und die Oberleitungen abmontiert. Insgesamt sind für den Austausch 18 Stunden eingeplant: „Danach ist Feierabend, denn dann fahren die Züge wieder.“ Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Dem gegenüber stehen 4,5 Millionen Euro für einen späteren Neubau der Brücke. Wie lange das Provisorium hält, ist unklar. „Wir haben im Stadtgebiet noch keine Erfahrung damit“, erklärt Seidel.  

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