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Landgericht Leipzig

Prozess gegen Pharmahändler wegen Crystal-Rekordfund

Leipzig Ein Pharmahändler aus Leipzig soll die Schlüsselfigur in einem deutsch-tschechischen Crystal-Dealer-Ring gewesen sein. Doch was kann dem Mann wirklich nachgewiesen werden?

Prozess gegen Pharmahändler wegen Crystal-Rekordfund

Kleine Tüten mit Crystal und Säcke mit beschlagnahmten Grundstoff (Chlorephedrin) zur Crystal-Herstellung werden im Parkhaus des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden präsentiert. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Ein Leipziger Pharmahändler steht von heute an wegen des Rekordfundes eines Grundstoffes für die Droge Crystal vor Gericht.

Der Mann soll nach Angaben des Landgerichts Leipzig insgesamt 4,1 Tonnen Chlorephedrin bestellt und nach Tschechien weitergegeben haben. Dort soll die Chemikalie in Drogenküchen zu Crystal weiterverarbeitet worden sein.

Deutsche und tschechische Drogenfahnder hatten im vorigen November in Leipzig und Prag eine Reihe Verdächtiger festgenommen. 2,9 Tonnen Chlorephedrin wurden beschlagnahmt. Noch nie sei in Deutschland so eine große Menge sichergestellt worden, hieß es damals. Aus der Chemikalie hätten laut Bundeskriminalamt 2,3 Tonnen Crystal im Straßenverkaufswert von 184 Millionen Euro hergestellt werden können.

Das Landgericht Leipzig muss nun klären, was der 33 Jahre alte Pharmahändler tatsächlich von den Drogenküchen wusste. Die Anklage wurde im Vorfeld stark eingedampft: Statt 13 ließ die Strafkammer nur einen einzigen Beihilfe-Fall überhaupt zur Hauptverhandlung zu. Den Richtern fehlte es an Beweisen, dass aus dem Chlorephedrin in Tschechien tatsächlich Crystal gemacht wurde. Der bloße Handel mit der Chemikalie ist nämlich nicht strafbar.

Von dpa

 

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