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Prozess um Axt-Attacke erneut vor Gericht - Strafe verkürzt

Nach Revision

Es war eine schreckliche Bluttat, die sich am 26. Februar 2009 in Höntrop abspielte. Mit einer Axt schlug ein Mann (37) immer wieder auf die Beine seiner Frau ein, die sich von ihm trennen wollte. Am Dienstag musste das Verfahren vor dem Landgericht zum Teil neu aufgerollt werden.

BOCHUM

von Von Tom Eder

, 31.08.2010
Prozess um Axt-Attacke erneut vor Gericht - Strafe verkürzt

Die Verteidiger des Angeklagten hatten gegen das erste Urteil von zwölf Jahren Revision eingelegt. Im jetzigen Verfahren ging es jedoch nur noch um die rechtliche Einordnungen. Die Frau überlebte den Angriff mit wahrscheinlich dauerhaften Schäden. Ob sie je wieder richtig laufen kann, wird sich erst in einem Jahr zeigen. Nach der schrecklichen Tat, bei der er der Frau nicht nur fast die Beine abgetrennt, sondern ihr auch noch mit einem Messer das Gesicht entstellt hatte, war der Mann mit dem gemeinsamen Kind geflohen. Dabei kam es zu einer Verfolgungsjagd mit der Polizei, bei der er das Kind auch noch als Geisel benutzte.

Um diese, auf der Flucht begangenen, Taten drehte es sich jetzt: Kindesentziehung, Geiselnahme und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Der Streit entbrannnte um die Frage, ob das als mehrere Taten oder als eine zusammenhängende Tat gewertet werden muss. Die erste Strafkammer verurteilte sie als mehrere. Doch da war der BGH anderer Meinung und hob das Urteil in diesem Punkt auf. Die Konsequenz: Die Strafe wurde um drei Monate gemildert.