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Prozess um Neffen-Mord: Urteil vertagt

Im Mordprozess gegen einen Mann aus Neuss, der seinen elfjährigen Neffen umgebracht haben soll, ist das Urteil vertagt worden. Der Angeklagte hatte sein Geständnis im Prozess widerrufen und seine Frau für die Tat verantwortlich gemacht. Am Dienstag beantragte seine Verteidigerin, den Computer des Angeklagten auszuwerten. Dies könnte unter Umständen beweisen, dass er die ganze Zeit am PC gesessen und die Tat nicht begangen haben könne.

Neuss

26.06.2018

Das Gericht setzt daraufhin neue Verhandlungstermine bis Ende August an. Der Prozess soll am kommenden Montag fortgesetzt werden. Der 41-Jährige hatte zunächst gestanden, seinen Neffen in Neuss so schwer misshandelt zu haben, dass dieser starb.

Nach rund 250 Tagen Untersuchungshaft war er von seiner Version abgerückt: Er habe mit Kopfhörern im Wohnzimmer gesessen und gar nicht mitbekommen, was hinter seinem Rücken in seiner Wohnung passiert sei.

Er habe den bewusstlosen Jungen aus der Badewanne geborgen und Verletzungen an seinem Körper bemerkt. Später habe ihm seine Frau auf mehrere Nachfragen angedeutet, „dass etwas passiert“ sei. Er habe ihr versprochen, die Schuld auf sich zu nehmen.

Die Anklage wirft dem vorbestraften Mann vor, den Jungen im Badezimmer geschlagen und mit heißem Wasser verbrüht zu haben. Erst als er den Jungen für tot hielt, habe er den Notruf gewählt.

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