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Drei Jugendliche angeklagt

Prozess um Sikh-Tempel-Anschlag startet im Dezember

Essen Versuchter Mord durch das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion: So lautet die Anklage gegen zwei Jugendliche aus Gelsenkirchen und einen aus Schermbeck, die im April in einen Sikh-Tempel in Essen eine Bombe gezündet haben sollen. Wie ein Sprecher des Landegerichts am Donnerstag mitteilte, beginnt der Prozess am 7. Dezember.

Prozess um Sikh-Tempel-Anschlag startet im Dezember

Nach dem Bombenanschlag auf einen Essener Sikh-Tempel beginnt der Prozess am 7. Dezember.

Die Bombe, ein präparierter Feuerlöscher, war am 16. April im Eingangsbereich des Gebetshauses nach einer indischen Hochzeit explodiert. Dabei wurde die Eingangstür herausgerissen.

Schnittwunden und Knochenbrüche

Ein Priester solle laut Anklage Brandverletzungen und einen offenen Knochenbruch, zwei weitere Gemeindemitglieder Schnittwunden erlitten haben, heißt es laut Gerichtssprecher in der Anklage.

Der am Mittwoch in Essen verhaftete Schermbecker (16), der mitverantwortlich für den Bombenanschlag auf den Essener Sikh-Tempel sein soll, ist 2013 von Dinslaken nach Schermbeck gezogen. „Wenige soziale Kontakte hier vor Ort“, soll der 16-Jährige laut Aussagen des Staatsschutzes gehabt haben, sagt Bürgermeister Mike Rexforth.mehr...

 

Die Angeklagten waren zu dieser Zeit 16 Jahre alt. Derzeit sitzen sie in Untersuchungshaft. Sie sollen sich im vergangenen Jahr über soziale Netzwerke kennengelernt und sich als - nach ihrem Verständnis - gläubige Muslime im Laufe der Zeit radikalisiert haben. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen sollen sie eine Gruppe gebildet haben, die über WhatsApp chattete und plante, „Ungläubige“ zu töten.

Einer der Jugendlichen wohnte in Schermbeck

Einer der Jugendlichen hat vor seiner Verhaftung drei Jahre in Schermbeck gewohnt. Laut Staatsschutz hatte der damals 16-Jährige dort allerdings sehr wenig soziale Kontakte. Die Mutter eines der Angeklagten aus Gelsenkirchen hat jüngst ein Buch mit dem Titel "Mein Sohn, der Salafist" veröffentlicht. Sie beschreibt darin eindrücklich, wie sich der Jugendliche radikalisierte. 

DÜSSELDORF/BERLIN Den Anschlag auf einen Sikh-Tempel in Essen haben die mutmaßlichen Bombenleger auch über eine WhatsApp-Gruppe geplant. Noch immer sind nicht alle Mitglieder identifiziert. Der Fall zeigt: Islamisten haben dazu gelernt. Das stellt auch das BKA vor ganz neue Probleme und Herausforderungen.mehr...

Die Jugendlichen seien mit der Behandlung von Muslimen durch Sikhs im nördlichen Indien nicht einverstanden gewesen, heißt es in der Anklageschrift. Für den nicht öffentlichen Prozess vor der Jugendkammer sind 22 Verhandlungstage angesetzt.

Anschlag auf Sikh-Gebetshaus

Anklage gegen die Tempel-Bomber von Essen

ESSEN Nach dem Bombenanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus Mitte April in Essen mit drei Verletzten hat die Staatsanwaltschaft drei Jugendliche angeklagt. Sie wirft den 16 und 17 Jahren alten Tatverdächtigen versuchte Tötung, gefährliche Körperverletzung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor.mehr...

Von dpa

 

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