Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Prozess um Witwenmord: Navi-Daten belasten Angeklagten

Bisher unentdeckte Aufzeichnungen

Im Prozess um den gewaltsamen Tod der Witwe Gisela A. aus Sölde wird der Angeklagte nun auch von Daten aus dem Navigationsgerät seines Autos belastet. Ein Gutachter des Herstellers Garmin konnte bislang unentdeckte Aufzeichnungen aus dem Speicher auslesen. Er fand ein interessantes Detail.

SÖLDE

04.10.2017
Prozess um Witwenmord: Navi-Daten belasten Angeklagten

In diesem Wohnhaus in Sölde starb die Rentnerin.

Gisela A. wurde am Abend des 12. April 2016 in ihrem Haus an der Sölder Straße erstochen. Anschließend legte der Täter Feuer, um Spuren zu verwischen. Da der Feuerwehreinsatz gegen 20 Uhr begann, gehen die Ermittler davon aus, dass die 89-jährige Witwe etwa gegen 19.30 Uhr getötet wurde.

Aus dem Navigationsgerät des Angeklagten Siegfried T. lässt sich nun auslesen, dass das Auto um 18.41 Uhr das Haus der Witwe passierte. Fünf Minuten später wurde die Aufzeichnung auf dem Parkplatz eines Gartencenters gestoppt. „Ich kann natürlich nicht sagen, was anschließend passiert ist“, erklärte der Gutachter. Es sei möglich, dass das Auto ohne eingeschaltete Navigation weiterbewegt wurde. Und natürlich könne es auch sein, dass der Angeklagte ausgestiegen und zu Fuß weiter gelaufen sei.

Auch DNA-Spur passt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Angeklagten

Der 71-jährige Angeklagte bestreitet jedoch weiterhin, etwas mit dem gewaltsamen Tod der Witwe zu tun zu haben. Allerdings gibt es da ja auch noch eine DNA-Spur, die unter einem Daumennagel von Gisela A. gesichert werden konnte. Der genetische Fingerabdruck passt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dem von Siegfried T.

Mit den Plädoyers ist nach diesen neuen Entwicklungen erst Ende Oktober zu rechnen.

Schlagworte: