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Pseudo-Migräne durch falsche Einnahme von Tabletten

Grünendeich/Hamburg (dpa/tmn) Migräne-Tabletten taugen nicht zur Linderung normaler Kopfschmerzen. Denn Migräne-Medikamente können bei Patienten mit gewöhnlichen Kopfschmerzen zu einer chronischen Erkrankung führen.

Bei einer regelmäßigen Einnahme zeigt der Körper fälschlicherweise die Symptome einer tatsächlichen Migräne, sagte Rüdiger Fabian, Präsident des Bundesverbands Deutsche Schmerzhilfe in Grünendeich bei Hamburg im Vorfeld des Deutschen Kopfschmerztages (5. September). Diese Schmerzen würden auch «Pseudo-Migräne» genannt.

Migräne-Medikamente sollten ohnehin nicht einfach auf eigene Faust verwendet werden: «Die gehören nicht in die Finger von Patienten.» Selbst die gelegentliche Einnahme von Migräne-Arznei könne dem Körper schaden, wenn der Betroffene gar keine Migräne hat. «Die Reaktionen hängen dann von der Person ab - sie können jedoch die einfachen Kopfschmerzen verstärken», erklärt der Vorstand des Bundesverbands. Ausschlaggebend ist dabei der Zustand des Gefäßsystems im Gehirn, auf das Migräne-Tabletten wirken.

Fabian nennt einen Richtwert: Ist man deutlich weniger als hundert Tage im Jahr betroffen, handelt es sich um gewöhnliche Kopfschmerzen. Wenn solche «normalen» Kopfschmerzen nicht weggehen wollen, dürfen Betroffene ruhig mal eine Schmerztablette mehr nehmen. Denn in der Regel sind gewöhnliche Kopfschmerzmittel unbedenklich - und eine Überdosierung zeigt sich als erstes an einem sauren Aufstoßen, sagt Fabian. Dann sollten nicht noch mehr Tabletten genommen werden. Bei Kopfschmerzen, die plötzlich in veränderter Art und Weise auftreten, müsse in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dann könnte Schlimmeres dahinter stecken.

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