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Psychosomatische Beschwerden: Therapeut kann helfen

Berlin (dpa/tmn) Körperliche Beschwerden müssen nicht immer eine organische Ursache haben. Stattdessen können sie auch Anzeichen für eine psychosomatische Störung sein.

Ausdruck dieser auch somatoformen Störung genannten Probleme seien zum Beispiel Bewegungsstörungen, Missempfindungen, Erschöpfungszustände oder Schmerzen, erläutert Prof. Peter Henningsen von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin. «Neben dem Ausschluss einer organischen Ursache ist es deshalb wichtig, auch frühzeitig seelische Einflüsse auf ein bestimmtes Krankheitsbild zu berücksichtigen.» Denkbare Faktoren seien belastende persönliche Erlebnisse, ungünstige Verhaltensweisen und eine verstärkte Körperwahrnehmung.

Betroffene sollten daher einen Gang zum Psychotherapeuten nicht scheuen, rät Henningsen. Sie haben oft zahlreiche körperliche Untersuchungen ohne Ergebnis hinter sich - und befinden sich in einem Teufelskreis: Sie sind wegen ihrer Beschwerden angespannt, achten daher verstärkt auf Körpersignale und fühlen sich anschließend noch schlechter. Aber aus Angst, als eingebildete Kranke zu gelten, lehnen sie meist eine psychotherapeutische Herangehensweise ab. «Die Beschwerden sind jedoch genauso belastend wie bei einer organischen Erkrankung», sagt der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Technischen Universität München.

Bei Schmerzen ohne organische Ursache hilft es laut dem Experten, die Aufmerksamkeit von diesem Reiz weg zu trainieren. Die Beschwerden würden dann oft deutlich nachlassen. Schätzungen zufolge leidet bis zu einem Drittel der Patienten, die wegen diffuser Beschwerden oder Schmerzen zum Hausarzt gehen, unter einer somatoformen Störung.

Neurologen im Netz: www.neurologen-im-netz.de

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): www.dgn.org

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