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Queen feiert 92. Geburtstag mit vielen Stars

London. Königin Elizabeth II. feiert ihren 92. Geburtstag mit einem großen Konzert in der Royal Albert Hall. Die Organisatoren geben sich Mühe, den Geschmack der Queen und auch des Publikums zu treffen. Das Ergebnis ist ein buntes Konzert, das etwas zu geplant wirkt.

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Sting (r) und Shaggy traten zu Ehren der Queen in der Royal Albert Hall auf. Foto: Andrew Parsons/Sunday Times

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Queen Elizabeth II. beim Konzert zu ihrem 92. Geburtstag. Foto: Andrew Parsons/Sunday Times

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Geburtstagskind Queen Elizabeth II (m.) inmitten ihrer Familie in der der Royal Albert Hall. Foto: John Stillwell

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Sir Tom Jones in der Royal Albert Hall beim Konzert zum 92. Geburtstag der britischen Königin Elizabeth II. Foto: Andrew Parsons/Sunday Times

Am späten Abend ihres 92. Geburtstags gerät die britische Königin Elizabeth II. für ihre Verhältnisse in Stimmung. Als rund 40 Ukulele-Spieler in der Londoner Royal Albert Hall den 30er-Jahre-Klassiker „The Window Cleaner“ von Komiker George Formby vortragen, sieht es so aus, als würde die Queen mitwippen.

Doch mit den Pop- und Rockstars aus dem gesamten Commonwealth, die zu ihren Ehren bei „The Queen's Birthday Party“ auftraten, weiß die Jubilarin nicht so viel anzufangen.

Ohne Ehemann Prinz Philip, der gerade eine Hüft-Operation hinter sich hat, verfolgt die Queen aus ihrer Loge Auftritte von Künstlern wie Sir Tom Jones, Kylie Minogue oder Craig David. Neben Prinz Charles mit Ehefrau Camilla feiern Prinz William, Prinz Harry und dessen Verlobte Meghan Markle mit. Das Paar, das im Mai heiratet, wird mit lautstarkem Jubel begrüßt. Markle begeistert sich besonders für den Auftritt von Sting und Shaggy, die Hits wie „Every Breath You Take“ und „Mr. Boombastic“ vermischen. Williams hochschwangere Frau Kate verfolgt die Show von zuhause. Der Sender BBC überträgt live.

„Wenn ich das so sagen darf“, scherzt Harry auf der Bühne, „es ist nicht unbedingt leicht, ein Geschenk für dich zu finden.“ Ähnlich dürfte es den Organisatoren bei der Auswahl der Musikprogramms gegangen sein. Schließlich gilt die Queen nicht gerade als Liebhaberin von Pop- und Rockmusik. Einst soll sie Rocklegende Eric Clapton gefragt haben: „Machen sie schon lange Musik?“ Am Samstag flüstert Prinz Charles ihr mehrfach ins Ohr. Vermutlich erklärt er seiner Mutter, wer da gerade für sie musizierte.

Was die 92-Jährige wohl denkt, als R'n'B-Sänger Craig David seinen Hit „7 Days“ performt? In dunkler Lederjacke singt David die berühmte Zeile: „We were making love by Wednesday and on Thursday and Friday and Saturday“ (Wir haben uns am Mittwoch geliebt und am Donnerstag und Freitag und Samstag). Noch lauter als Harry und Meghan wird Shawn Mendes gefeiert. Der 19 Jahre alte, kanadische Superstar sorgt für frenetischen Jubel unter den vielen jungen Mädchen in der Halle.

Songs aus jedem Jahrzehnt ihrer Regentschaft hatten die Macher angekündigt. Der walisische Schauspieler und Musical-Sänger Luke Evans schmettert „Oh, What a Beautiful Mornin'“ und dürfte damit eher den Geschmack der Queen getroffen haben. Die Nummer stammt aus dem 40er-Jahre-Musical „Oklahoma!“, das Elizabeth II. angeblich besonders gern mag. Tenor Alfie Boe präsentiert ein Swing-Medley.

Gegen Ende der Show rockt Jazz-Sänger Jamie Cullum am Klavier und tritt dabei seinen Hocker um. Es ist ein seltener Rock'n'Roll-Moment an dem ansonsten etwas zu perfekten und gemäßigtem Abend, dessen Abschluss die Zeitung „Telegraph“ als „merkwürdigsten Höhepunkt“ eines Konzerts bezeichnet.

Nachdem alle Künstler gemeinsam den Louis-Armstrong-Klassiker „What A Wonderful World“ gesungen haben, betritt die 92 Jahre alte Königin unter großem Applaus mit ihrem Sohn die Bühne. Während bunte Luftballons von der Decke fallen, stimmt Prinz Charles ein dreifaches „Hip, hip, hurra!“ an. Die Queen lächelt. Vielleicht ist sie auch ein bisschen froh, dass die Party endlich vorbei ist.

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