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RUB ist keine Elite-Uni, aber trotzdem zufrieden

52 Millionen Förderung

Elite-Uni – von diesem Titel haben sie geträumt, die mehreren hundert Menschen am Freitag im Audimax. Das Ziel wurde nicht erreicht. Die Sektkorken knallten dann trotzdem. Zwei von drei Förderanträgen waren bei der Exzellenzinitiative erfolgreich. Damit fließen ab November für fünf Jahre insgesamt 52 Millionen Euro an die Bochumer Universität.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangeheim

, 15.06.2012

Rektor Prof. Elmar Weiler zeigte sich denn auch hoch zufrieden. Nachdem am Mittag bereits durchgesickert war, dass es für Bochum nicht zur Elite-Universität reichte, war er trotzdem aufgeregt. Ganz leer wollte er dann doch nicht ausgehen. „Wir freuen uns über ein oder zwei Zusagen, alle drei wären ein kleines Wunder“, dämpfte er die Erwartungen der vielen Menschen.

Und die Bekanntgabe der Ergebnisse verzögerte sich. Unter den Wartenden auch Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Endlich dann der ersehnte Telefonanruf. Weiler sprach aber lieber weiter im Konjunktiv, als Minuten später die endgültige Bestätigung kam: Wissenschaftsministerin Svenja Schulze rief Weiler direkt aus Bonn an. Sie versicherte dem Rektor, die Entscheidung sei schwer und ganz knapp gewesen. Zwei der Förderlinien können jetzt verfolgt werden. Bereits 2007 war die universitätsweite fachübergreifende Graduiertenforschung in der ersten Runde der Exzellenzinitiative gefördert worden. Jetzt kann die Arbeit fortgesetzt werden. Rund 12 Millionen Euro gibt es dafür in fünf Jahren.

„Der Chemie Cluster ist mein Liebling für die Förderung“, hatte Elmar Weiler im Vorfeld der Entscheidung gesagt. Hier die Forschung voranzutreiben, sie „auf ein weltweit konkurrenzfähiges Niveau zu entwickeln“, sei für das Ruhrgebiet als Chemiestandort enorm wichtig. 40 Millionen Euro gibt es dafür. Warum es nicht ganz gereicht hat zur Elite-Uni? „Die anderen waren besser“, gratulierte Weiler neidlos. Auch OB Scholz hätte sich den Titel gewünscht. Am Ende blieb auch bei ihr vor allem Freude: „Ich bin stolz auf die Ruhr-Universität“, sagte sie: „Das Ergebnis ist wunderbar.“