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RUB kann auf Nachschlag hoffen

QUERENBURG Die Ruhr-Universität Bochum hat trotz ihres Scheiterns im bundesweiten Exzellenz-Wettbewerb Aussicht auf Unterstützung.

25.10.2007

„Da ist eine Universität auf dem Weg, Anschluss an die internationale Spitze zu finden, und da halte ich es für selbstverständlich, dass wir nach Möglichkeiten suchen, das Tempo auf diesem Weg hoch zu halten“, sagte der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Er äußerte Zuversicht, „dass wir im Verbund und mit der Unterstützung Dritter für die Universität Bochum Möglichkeiten finden, die Kernpunkte ihres Zukunftskonzeptes zügig umzusetzen“.

"Ganz großer Sieger"

Immerhin habe die Bewilligungskommission die Veränderungsdynamik der Bochumer Hochschule ausdrücklich hervorgehoben, kommentierte Pinkwart die knapp verpasste Qualifizierung der Ruhr-Universität. Mit dem Zuschlag für eine Graduiertenschule gehöre sie zu den ganz wenigen jungen Hochschulen, die mit einem Antrag Erfolg gehabt hätten. „Die Universität Bochum ist nicht nur für mich einer der ganz großen Sieger des Wettbewerbs“, sagte Pinkwart.

"Konsequent weitergehen"

Auch die SPD forderte einen Nachschlag für Bochum. „Wenn nicht aus den Mitteln der Bund-Länder-Initiative dann aus Landesmitteln“, sagte der SPD-Abgeordnete Karl Schultheis unter Verweis auf zusätzliche Forschungsausgaben anderer Bundesländer. Der FDP-Abgeordnete Ralf Witzel hob hervor, dass die Bochumer Hochschule zu den zehn besten in Deutschland gehöre. „Die Ruhr-Universität hat sich emanzipiert und wird ihren Weg zur Spitzen-Universität konsequent weiter gehen“, sagte der FDP-Politiker.

"Nicht genug getan"

Die Grünen-Abgeordnete Ruth Seidl warf Pinkwart vor, im Vorfeld nicht genug getan zu haben, um das Profil der nordrhein-westfälischen Hochschulen ins Bewusstsein der Fachöffentlichkeit zu heben. In puncto Innovation könne Bochum es durchaus mit Freiburg oder Konstanz aufnehmen, meinte Seidl. „Diese Erkenntnis rückt aber nicht von allein ins Bewusstsein einer Bewilligungskommission.“ So habe sich das Förder-Ungleichgewicht zu Gunsten der süddeutschen Universitäten manifestiert.