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RWE legt Grundstein für Kohlekraftwerk

HAMM Freitag Morgen, elf Uhr in Hamm: Offizielle Grundsteinlegung für das neue RWE-Kohlekraftwerk in Hamm. Mehr als 300 Ehrengäste, darunter auch die laut US-Forbes-Magazin mächtigste Frau der Welt – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

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Ein Teil der Baustelle des Steinkohlenkraftwerks in Hamm, aufgenommen am Freitag vor Beginn der Grundsteinlegung.

RW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (v.l.), Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann stießen am Freitag in Hamm-Uentrop auf die Grundsteinlegung für ein neues Steinkohlekraftwerk von RWE an.

Sie habe „sich sehr bewusst dazu entschlossen, hier dabei zu sein“, betonte Merkel zum Auftakt ihrer zwanzigminütigen Rede. Wieso bewusst entschlossen? „Um ein Zeichen zu setzen – weil der Industriestandort Deutschland neue, leistungsfähige Kraftwerke benötigt“, so die Kanzlerin. Und dazu gehörten halt auch moderne Kohlekraftwerke.  Das war Balsam für die Seele von RWE-Chef Jürgen Großmann, zwar nicht der mächtigste Mann der Welt, aber mit einer Körpergröße von 2,03 Metern schon einer der größeren Konzernmanager weltweit.

Großmann, der die Milliardeninvestition in Hamm als „klares Bekenntnis zur Kohle“ bezeichnete, kündigte ganz zur Freude der Kanzlerin an, dass RWE in Hürth bei Köln ein Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung und unterirdischer Speicherung für zwei Milliarden Euro plant. Die 450 Megawatt-Anlage solle bis 2014 fertiggestellt werden. Die Bundeskanzlerin war erfreut: „Ich kann RWE nur beglückwünschen, dass sie zu den ersten mit einem praktikablen Projekt gehören. Dann haben sie die besten Chancen, ohne dass das jetzt eine Zusage ist, Herr Großmann, auch unter den ersten Kraftwerken noch eine Förderung zu bekommen.“   Die Rahmenbedingungen für die Abscheide-Technologie würden derzeit jedoch noch auf europäischer Ebene entwickelt.

So wie der RWE-Boss plädierte Kanzlerin Merkel für eine Fortführung des Energiemixes bei der Stromversorgung, mit dem Deutschland gut gefahren sei. Dazu gehöre auch die Diskussion um die Laufzeit von Kernkraftwerken. Als Parteipolitikerin sage sie: „Wir brauchen eine Initiative der Vernunft, die Laufzeit der Kernkraftwerke so zu gestalten, dass wir zu vernünftigen Preisbildungen kommen und dass wir hier auch unsere neue Technologie noch anwenden.“ Kurz: Ein großer Tag für Großmann. 

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