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RWE steigert Gewinn um 35 Prozent

ESSEN Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz eines Umsatzrückgangs seinen Gewinn deutlich gesteigert.

Dank eines außergewöhnlich guten Handelsergebnisses und des positiven Trends in der Stromerzeugung habe RWE seine Ertragslage trotz der Belastungen aus der deutschen Netzregulierung und des Stillstands des Kernkraftwerks Biblis verbessert, teilte der Strom- und Gasversorger am Dienstag in Essen mit. Wie die Analysten schätzten Laut Zwischenbericht sanken die Erlöse von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis stieg dagegen um 20,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro und das Nettoergebnis kletterte um 35 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Dazu habe auch eine deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses beigetragen. Die Zahlen liegen im Rahmen der Analystenschätzungen. Für das Gesamtjahr erwartet RWE einen leichten Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr mit 44,3 Milliarden Euro. Beim betrieblichen Ergebnis, das 2006 rund 6,1 Milliarden Euro betrug, geht der Konzern weiter von einem Anstieg von 10 bis 15 Prozent aus. Dagegen wird beim Nettoergebnis wegen der Buchgewinne aus dem Verkauf der britischen Thames Water im vergangenen Jahr ein starker Rückgang erwartet. Um Sondereffekte bereinigt soll das Nettoergebnis aber um mindestens 15 Prozent zulegen. Den eigentlich noch für 2007 geplanten Börsengang der Wassertochter American Water hat RWE verschoben.Aktie verlor mehr als fünf Prozent  Wegen der aktuell ungünstigen Rahmenbedingungen am US-Kapitalmarkt sei derzeit nicht davon auszugehen, dass ein fairer Wert für das Wasserunternehmen erzielt werden kann, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie verlor daraufhin mehr als fünf Prozent.

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