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Radioaktiver Müll: NRW will Italien zu mehr Sorgfalt mahnen

DÜSSELDORF Nach dem Fund von radioaktiv belastetem Abfall unter dem Müll aus Neapel will Nordrhein-Westfalen Italien zu mehr Sorgfalt mahnen.

Radioaktiver Müll: NRW will Italien zu mehr Sorgfalt mahnen

Ein Mitarbeiter der Müllverbrennunghsanlage untersucht in Weisweiler bei Aachen Hausmüll aus Italien.

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) werde ein offizielles Schreiben an die italienische Regierung schicken und auf genauere Kontrollen drängen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Düsseldorf. Bei Messungen an einem Müll-Zug in Köln waren am Donnerstag erhöhte Strahlungswerte festgestellt worden. Diese sind nach Angaben des Ministeriums aber nicht gefährlich. Der betreffende Waggon sollte am Freitag ungeöffnet nach Italien zurückgeschickt werden. „Die Vereinbarung mit Italien sieht ganz klar vor, dass der Müll dort schon geprüft wird und er bereits bei der kleinsten Ausstrahlung nicht zu uns herübergeschickt wird“, sagte die Sprecherin. Der Fall vom Donnerstag zeige, dass sich die zusätzlichen Kontrollen bei der Ankunft in Deutschland bewährt hätten.

„Die Italiener sind gefordert“, sagte auch ein Sprecher des in Deutschland zuständigen Entsorgungsunternehmens Returo. „Wir werden weiterhin alle Züge bei der Übernahme in Köln-Kalk auf Radioaktivität kontrollieren.“ Möglicherweise stamme der radioaktiv belastetete Müll aus einer Arztpraxis. So könne es sich um Kontrastmittel handeln, wie es bei Radiologen verwendet wird. Bereits vor zwei Monaten war in einer Hamburger Müllverbrennungsanlage leicht radioaktiv belasteter Hausmüll aus Italien angeliefert worden, der ebenfalls aus einer Praxis oder einem Krankenhaus stammte.

In den nächsten Monaten sollen zunächst 54000 Tonnen Müll aus Neapel in NRW entsorgt werden. Es können aber auch fast 70000 Tonnen werden, wenn noch Genehmigungen nachgeschoben werden. Die Müllkrise in Süditalien hatte monatelang für Schlagzeilen gesorgt.

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