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33-Jährige brach während Trauerfeiern ein

Schmuck gestohlen

Eine besonders fiese Masche verfolgte eine 33-jährige Dorstenerin, um sich zu bereichern: Während die Geschädigten auf Beerdigungen waren, brach die Frau in deren Wohnungen ein und stahl Schmuck.

DORSTEN/RAESFELDERLE

26.06.2012
33-Jährige brach während Trauerfeiern ein

Teile der Beute, die Pistole und das Brecheisen sind hier zu sehen: Einige Beutestücke konnten den Besitzern noch nicht zugeordnet werden, die ihr Eigentum hier möglicherweise identifizieren.

Mit einer besonders empörenden Masche bereicherte sich eine Frau (33) aus Dorsten an Menschen, die einen aktuellen Trauerfall in der Familie hatten. Die 33-Jährige wurde jetzt festgenommen, sie hatte sich bei Tageswohnungseinbrüchen in Raesfeld, Erle, Schermbeck und Weseke kräftigt bereichert. Drei Einbrüche in zwei Wochen in Raesfeld und Erle sowie weitere Straftaten ab März in Schermbeck und im Juni in Dorsten werden der jungen Frau zur Last gelegt. Sie erbeutete häufig Schmuck und Bargeld. Der Polizei fielen sofort Übereinstimmungen bei den gemeldeten Einbrüchen auf – alle Opfer waren zur Tatzeit auf der Beerdigung von Angehörigen und hatten eine entsprechende Traueranzeige in der Zeitung geschaltet. Wegen der speziellen Masche der „Dame“ erarbeitete eine Spezialeinheit zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ein Einsatzkonzept. Einbezogen wurden zudem Beamte des Bezirksdienstes.Auf frischer Tat festgenommen Und die Rechnung der Polizei ging auf: Nach einem Tageswohnungseinbruch in ein Wohnhaus an der Marienthaler Straße (die Bewohner waren wegen einer Beerdigung abwesend) konnte die 33-jährige Frau aus Dorsten auf frischer Tat von Beamten des Einsatztrupps festgenommen werden. Die mutmaßliche Täterin hatte eine Handtasche dabei, in der sich Diebesgut (Goldschmuck), ein Brecheisen und eine Schreckschusspistole befanden. Ihren PKW hatte sie in Erle abgestellt. In dem Wagen wurden weitere Beweismittel (Beute und Unterlagen) gefunden und sichergestellt. Bislang ist die 33-Jährige geständig, die Taten in Raesfeld, Weseke und Dorsten begangen zu haben. Die übrigen Einbrüche nach demselben Muster streitet sie aber ab. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Frau wieder entlassen. Die Ermittlungen gehen weiter. Das sichergestellte Diebesgut konnte noch nicht bestimmten Taten oder Geschädigten zugeordnet werden.

Anlässlich dieser Tatserie weisen die Experten des Kommissariates „Prävention/Opferschutz“ nochmals auf die Beratungsmöglichkeiten zum Schutz vor Einbrechern hin. Die Kriminalhauptkommissare Peter Großmann und Gert Brünenberg sind unter den unter den Telefonnummern (02861) 900-5506 oder (02861)-900-5507 erreichbar. Schieben Sie den Einbrechern den Riegel vor!, lautet der Rat der Experten. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Tatserie mit der „Beerdigungsmasche“ beendet ist, sollte nach Möglichkeit darauf geachtet werden, dass das Haus während der Beerdigung nicht gänzlich verlassen bzw. richtig gesichert wird. Eventuell sollte darauf verzichtet werden, die Traueranschrift zu veröffentlichen.

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