Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der heilige Michael muss umziehen

RAESFELD Wird der heilige Michael weiter mit dem Drachen kämpfen oder soll der Bildstock durch eine neue Skulptur an anderer Stelle ersetzt werden?

von Von Klaus-Dieter Krause

, 05.08.2008
Der heilige Michael muss umziehen

Am alten Standort auf der Festwiese "Zum Michael" wird der Heilige nicht mehr lange den Drachen vertreiben.

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Bürgermeister Udo Rößing wollte vor einer Entscheidung im Kulturausschuss die Meinung der Anwohner und des Kolpingvereins dazu einholen. Das Kolping-Gespräch kann aus Termin-Gründen jedoch erst zum Ferienende stattfinden. Gegenwärtig zeichnet sich bereits ab, dass die Fronleichnam-Station auf jeden Fall einen neuen Standort bekommen soll. Seit 1962 steht das Michael-Bildnis des Raesfelder Künstlers Hermann Kunkler auf der Hofparzelle Schulze-Böckenhoff.

Da das Hofgebäude jedoch mittlerweile nicht mehr existiert, verliert sich der Bildstock jetzt auf der großen Freifläche der Festwiese. Als besserer Standort wird daher eine Grünfläche südöstlich des TSV-Sportplatzes am Langenkamp angesehen. Ganz in der Nähe war 1901 auch das später im Krieg beschädigte erste Standbild des heiligen Michael aufgestellt worden. Nun muss noch geklärt werden, ob dort künftig die alte Künkler-Station oder eine neue Skulptur ihren Platz findet. Der Raesfelder Steinmetz Guido Löchteken hat als Alternative das Modell einer 2,70m hohen grauen Natursteinstele erarbeitet, die auf der Vorderseite mit Michael-Motiven geschmückt wäre.

In der letzten Ausschuss-Sitzung vor den Sommerferien hatten sich einige Fraktionen dafür ausgesprochen, auch aus Gründen der Tradition am Künkler-Bildstock festzuhalten. Allerdings wurde großer Wert darauf gelegt, die Ansicht des Kolping-Vereins zu erfahren. Denn der feiert 2009 sein 100-jähriges Bestehen und könnte die Stations-Verlegung ins Fest-Programm einbauen.

Lesen Sie jetzt