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Fast jede zweite Straftat in Raesfeld aufgeklärt

Kriminalität in Raesfeld

„Der Wohnungseinbruch ist zurückgegangen“, meldet die Kreispolizei Borken in der Kriminalitätsstatistik 2017. Allerdings ist das in Raesfeld nicht der Fall.

Raesfeld/Borken

, 09.03.2018
Fast jede zweite Straftat in Raesfeld aufgeklärt

Die Kreispolizei Borken hat den Kriminalitätsbericht für 2017 herausgegeben. © Foto: Andreas Gebert / dpa

Landrat Kai Zwicker und Kriminaldirektor Carsten Berg stellten die Statistik vor. Zwicker hob hervor, dass die Gesamtkriminalität 2017 auf dem geringsten Stand seit 25 Jahren lag und zudem fast jede zweite Straftat aufgeklärt wurde. Positiv sei auch die deutlich rückläufige Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen, bei denen die Kreispolizeibehörde Borken auch bei der Aufklärungsquote im Landesvergleich sehr gut da stehe.

Gegen den Trend

Das trifft für den Kreis Borken zu. 2016 wurde noch kreisweit in 759 Wohnungen eingebrochen, 2017 waren es 635. 268 Einbrüche konnten aufgeklärt werden, was einer Quote von 24,3 Prozent entspricht (2016: 20 Prozent). Raesfeld konnte von diesem Trend jedoch nicht profitieren: Die Zahl der Wohnungseinbrüche blieb bei 29 konstant, die Aufklärungsquote verschlechterte sich jedoch von 31 auf 20,7 Prozent. Und anstatt von 15 Tatverdächtigen, wie im Jahr 2016, konnte die Polizei 2017 in Sachen Wohnungsdiebstahl nur einen ausmachen.

Insgesamt 22.203 Delikte zählte die Kreispolizei 2017, 1438 weniger als 2016. Um die Situation in den unterschiedlich großen Kommunen des Kreises vergleichbar zu machen, rechnet die Polizei bei der „Kriminalitätshäufigkeitszahl“ die Zahl der Fälle so hoch, als hätten alle Kommunen 100.000 Einwohner.

Zahl der Raubdelikte konstant

Bei der Gesamtkriminalität liegt Raesfeld so betrachtet auf dem letzten Platz im Kreisvergleich – nirgendwo sonst hatte die Polizei so wenig zu tun. Bei der Gewaltkriminalität liegt Raesfeld auf dem drittletzten Platz, nur in Velen und Isselburg gab es weniger Straftaten in dieser Richtung. Sechs „Straftaten gegen das Leben“, eine mehr als 2016, zählte die Polizei im Kreis, alle wurden aufgeklärt. Gestiegen sind die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von 230 auf 261, während die Zahl der Raubdelikte nahezu konstant blieb (2016: 132, 2017: 133). Die Zahl der Körperverletzungen sank von 2201 auf 2066, ebenso wie die Zahl der Diebstähle von 10.608 auf 9944.

So ist die Situation in Raesfeld

In Raesfeld sank die Gesamtzahl der Straftaten von 421 (2016) auf 335, ein deutliches Minus von 20,4 Prozent. Die Aufklärungsquote ging allerdings ebenfalls zurück: von 46,8 auf 42,4 Prozent. Insgesamt konnte die Polizei 2017 in Raesfeld 113 Tatverdächtige ausmachen, 2016 waren es noch 172 gewesen.

Die Straßenkriminalität ging von 152 auf 102 Fälle zurück – nur 12,8 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden (2016: 24,3 Prozent). Die Zahl der Gewaltdelikte sank von 14 auf 7, während die Aufklärungsquote in diesem Bereich von 71,4 auf 85,7 Prozent stieg. Eine Straftat gegen das Leben stellte die Polizei 2017 in Raesfeld fest, die aufgeklärt werden konnte.

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Die Zahl der Raubdelikte sank in Raesfeld von vier (2016) auf eins, während die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von zwei auf vier stieg. Deutlich ging die Zahl der Körperverletzungen zurück: von 42 auf 27. Hier war auch eine hohe Aufklärungsquote von 96,3 Prozent (2016: 88,1 Prozent) zu verzeichnen.

Mehr Autos gestohlen

Die Zahl von Autodiebstählen stieg von zwei auf neun, während weniger Diebstähle aus Kfz gemeldet wurden (36 statt 41 im Jahr 2016). Weniger Fahrräder wurden gestohlen (33 statt 42) und auch die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gingen zurück von 15 im Jahr 2016 auf sechs im Jahr 2017.

Zwicker und Berg machten in ihrem Ausblick auf das laufende Jahr deutlich, dass die Bekämpfung des Wohnungseinbruches im Jahr 2018 einen Schwerpunkt der Arbeit der Kreispolizeibehörde darstellen werde.

  • „Sicher wohnen – Einbruchschutz“: So lautet der Titel eines Vortragsabends am Dienstag (13. März) von 18 bis 19.30 Uhr, der vom Bildungswerk Raesfeld in der Villa Becker, Weseler Straße 32, angeboten wird.
  • Interessenten werden gebeten, sich bis Montag (12. März) im Sekretariat des Bildungswerkes unter Tel. (02865) 10073 anzumelden oder unter www.bw-raesfeld.de
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