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Johannes Böckenhoff brennt in der sechsten Generation Korn

"Kleine Brennerei im Münsterland"

Schwere Zeiten sieht Kornbrenner Johannes Böckenhoff auf die deutschen Kornbrenner zukommen. Mit dem Fall des Branntweinmonopols werden viele Betriebe auf der Strecke bleiben.

ERLE

von Von Rüdiger Eggert

, 19.08.2010
Johannes Böckenhoff brennt in der sechsten Generation Korn

Johannes Böckenhoff (Die kleine Brennerei im Münsterland) Präsident des Bundesverbandes der Korn- und Getreidebrenner.

Als Präsident des „Bundesverbandes der Kornbrenner“ vertritt Johannes Böckenhoff 600 Betriebe. „Vielleicht bleiben 10 % der Betriebe übrig“, ist Johannes Böckenhoff pessimistisch. Der Korn hat immer noch ein wenig unter seinem altmodischen Image zu leiden. Schwer kann er sich auf dem Markt behaupten, es sein denn, man macht es wie Johannes Böckenhoff mit der „Kleinen Brennerei im Münsterland“.   „Es ist ein Brand aus unserer Gegend“, betont der Erler. „Wir müssen den Mut haben, ein Produkt aus der Region anzubieten“, sagt der Kornbrenner.

Wenn jetzt die Urlauber wieder zurück sind, haben viele eine Flasche Hochprozentiges im Gepäck. Grappa, Wodka, Obstler oder Calvados werden immer mit einem Landstrich in Verbindung gebracht. Doch auch Westfalen und das Münsterland hat einen typischen, alkoholischen Gruß, den Korn. Johannes Böckenhoff brennt in der sechsten Generation Korn in Erle. Mit Betriebsbesichtigungen und Verköstigungen hat er den Betrieb weit über die Grenzen des westlichen Münsterlands hinaus bekannt gemacht. In verschiedenen Zusammensetzungen bietet er den Korn an und vermarktet seine Produkte selbst.

Mit diesem Geschäftsmodell kann sich Johannes Böckenhoff behaupten und blickt für seine Brennerei positiv in die Zukunft. In Erle werden jährlich 180.000 Liter Korn und Likör hergestellt. Der eigene Versand beliefert sogar Kunden in den USA oder Japan. Eine starke Konkurrenz für den Korn sind Modegetränke, wie zum Beispiel der Wodka. „Wodka oder Korn, eigentlich gibt es hier keinen Unterschied“, erklärt Böckenhoff. Bei beiden Bränden ist Weizen das Ausgangsprodukt. Aufklärung ist für Böckenhoff ganz wichtig und so schätzen Kunden der „Kleinen Brennerei“ das typische Produkt unserer Region, den Korn.