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Kabelkoloss eingezogen

Hochspannungsleitung

"Hochspannung" auf der Baustelle an der Übergabestation „Diestegge“ für den Höchstspannungsleitung-Neubau: „Heute ist Premiere“, meint Jörg Weber, vom Netzbetreiber Amprion.

Raesfeld

02.11.2014
Kabelkoloss eingezogen

Der erste von 36 Kabelsträngen wurde durch die Leerrohre gezogen. Die Kabel haben eine Einzellänge von mehr als 1000 Metern und wiegen bis zu 55 Tonnen.

Am Freitag war es soweit: Der erste Kabelstrang ist durch eines der Leerrohre gezogen und schlängelt sich in die Baugrube. Ein weiterer Schritt für die Verlegung des Erdkabels wurde gemacht.

Die 380 kV-Höchstspannungsleitung mit dem 3,4 Kilometer langen Erdkabelabschnitt ist ein deutschlandweites Pilotprojekt. Mit Spannung wurde das Einziehen des Ersten von 36 Kabelabschnitten erwartet.

Einen Kilometer von der zukünftigen Übergabestation am Lehmbrockweg wurde mit einem Kran die 55 Tonnen schwere Kabeltrommel in Position gebracht. Damit alles „wie geschmiert“ geht, wurde das Kabel mit Gleitmittel behandelt.

Vorher musste ein Vorseil mit Druckluft durch das Rohr gedrückt werden, mit dem Vorseil wurde das eigentliche Zugkabel durch das Rohr gezogen. Erst dann konnte das Kabel „gezogen“. Der Maschinist kontrolliert fortlaufend die Geschwindigkeit mit de das Kabel durch das Rohr gezogen wird und die zurückgelegte Strecke. Mit einer Zugkraft von 2,6 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 10 cm pro Sekunde gleitet das Kabel (16 cm Durchmesser) durch das Leerrohr (40 cm Durchmesser).

Keine ungewöhnliche Aufgabe für die Spezialfirma Wassermann-Kabeltechnik aus dem Großraum Berlin. Mit Techniker von Wassermann-Kabeltechnik stehen über Sprechfunk in Kontakt. Auch für sie ist ein Pilotprojekt immer etwas besonderes. Am Ende wird an der Seilwinde ein Protokoll mat allen wichtigen Daten des Kabelzuges ausgedruckt. Zwei Wochen im Verzug

Erleichterung auch bei Jörg Weber: „Wir sind zwar zwei Wochen im Verzug, Anfang bis Mitte Dezember sind alle Kabel verlegt.“ Ursache der Verzögerung ist der Flüssigboden, in dem das Erdkabel eingebetet. Eine spezielle Mischung soll für optimale Wärmeableitung sorgen, dazu muss noch der jeweilige vorhandene Erdboden in der Umgebung berücksichtigt werden. „Es gibt über 30 verschiedene Rezepturen“, berichtet Weber.

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